Die Sorgen rund um die U6-Station Gumpendorfer Straße beschäftigen die Menschen im Grätzl seit Monaten. Nun präsentierten Bezirksvorsteherin Julia Lessacher (SPÖ) und Wiens Sucht- und Drogenkoordinator Ewald Lochner vor rund 120 Anrainerinnen und Anrainern ein umfangreiches Maßnahmenpaket, das für mehr Sicherheit sorgen soll.
Bei dem Informationsabend im Haus der Begegnung Mariahilf standen die Probleme rund um den Gumpendorfer Gürtel und den Fritz-Imhoff-Park im Mittelpunkt. Vertreter von Polizei, Suchthilfe und Stadt Wien beantworteten Fragen und diskutierten mit den Bewohnern über mögliche Lösungen.
Besonders im Fokus steht die neu eingerichtete Schutzzone. Diese zeigt laut Polizei bereits Wirkung: Innerhalb weniger Wochen wurden mehr als 100 Betretungsverbote ausgesprochen. Gleichzeitig sollen verstärkte Kontrollen verhindern, dass sich Drogenhandel dauerhaft an einem Ort festsetzt.
Baulich wurde bereits reagiert. Der Fritz-Imhoff-Park wurde umgestaltet, mit einem 2,4 Meter hohen Zaun versehen und potenzielle Aufenthaltsbereiche reduziert. Zusätzlich wurden Sträucher zurückgeschnitten und eine mobile Toilettenanlage entfernt.
Insgesamt umfasst das vorgestellte Maßnahmenpaket sieben Punkte – von mehr Sauberkeit und Sicherheitskontrollen über den Ausbau der Sozialarbeit bis hin zu besseren gesetzlichen Möglichkeiten im Kampf gegen den illegalen Handel mit Substitutionsmitteln.
"Die Anliegen der Anrainerinnen und Anrainer nehmen wir sehr ernst. Der Abend hat gezeigt, dass ein offener Austausch wichtig ist, um Maßnahmen zu erklären und gemeinsam an Lösungen zu arbeiten. Ziel ist, dass sich alle Menschen im öffentlichen Raum wohlfühlen können", so Bezirksvorsteherin Lessacher.