Randale in Zürich

US-Flagge brennt, Läden demoliert – WEF-Demo eskaliert

Montagabend ist es in Zürich zu heftigen Szenen gekommen. Bei einer Demo gegen das Weltwirtschaftsforum (WEF) wurden Dutzende Menschen verletzt.
Newsdesk Heute
20.01.2026, 14:30
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk

Die bewilligte Demonstration in der Schweizer Stadt startete am Bürkliplatz. Schon nach wenigen Minuten schlug die Stimmung um. Mehrere Schaufenster von US-Firmen wurden eingeschlagen, weitere Gebäude mit Farbe besprüht. Wie "20 Minuten" berichtet, geriet vor allem die Luxusmarke Cadillac ins Visier der Protestierenden.

Auf Transparenten stand unter anderem "Trump not welcome". Noch bevor der Zug richtig losging, wurde eine große US-Flagge angezündet. Kurz darauf folgten Angriffe auf den Konzern Nestlé. Auch das Fenster eines Casinos wurde mit dem Spruch "Geld stinkt" beschmiert.

Eskalation bei Kaserne

Immer wieder krachte es laut, dazu wurden Parolen und Lieder gerufen. Die Menge skandierte "One Solution – Revolution!". Auch antisemitische Slogans gegen die israelische Regierung waren zu hören.

Bei der Kaserne spitzte sich die Situation weiter zu. Die Stimmung wurde aggressiv, die Demonstrierenden setzten sich mitten auf die Fahrbahn der Kasernenstraße. Die Polizei sperrte wenige Meter weiter Richtung Hauptbahnhof alles ab. Der öffentliche Verkehr kam rund um die Kaserne komplett zum Stillstand.

Polizei greift mit Wasserwerfern durch

Kurz nach 21 Uhr hatte die Polizei genug und forderte die Menge auf, die Kasernenstraße innerhalb weniger Minuten zu räumen. Die Demonstranten blieben jedoch sitzen.

Nach einer weiteren Aufforderung und erfolglosen Gesprächen des Dialogteams setzte die Polizei Wasserwerfer, Tränengas und Gummischrot ein. Die Menge wurde zurückgedrängt, der Großteil zog weiter Richtung Helvetiaplatz. Einzelne Personen zündeten Müllcontainer an und warfen Gegenstände auf die Einsatzkräfte. Zwei Polizisten wurden laut Stadtpolizei Zürich von Steinen getroffen, blieben aber unverletzt. Laut Rettungsdienst gab es bei den Demonstrierenden eine mittlere zweistellige Zahl an Verletzten.

{title && {title} } red, {title && {title} } 20.01.2026, 14:30
Jetzt E-Paper lesen