Die bewilligte Demonstration in der Schweizer Stadt startete am Bürkliplatz. Schon nach wenigen Minuten schlug die Stimmung um. Mehrere Schaufenster von US-Firmen wurden eingeschlagen, weitere Gebäude mit Farbe besprüht. Wie "20 Minuten" berichtet, geriet vor allem die Luxusmarke Cadillac ins Visier der Protestierenden.
Auf Transparenten stand unter anderem "Trump not welcome". Noch bevor der Zug richtig losging, wurde eine große US-Flagge angezündet. Kurz darauf folgten Angriffe auf den Konzern Nestlé. Auch das Fenster eines Casinos wurde mit dem Spruch "Geld stinkt" beschmiert.
Immer wieder krachte es laut, dazu wurden Parolen und Lieder gerufen. Die Menge skandierte "One Solution – Revolution!". Auch antisemitische Slogans gegen die israelische Regierung waren zu hören.
Bei der Kaserne spitzte sich die Situation weiter zu. Die Stimmung wurde aggressiv, die Demonstrierenden setzten sich mitten auf die Fahrbahn der Kasernenstraße. Die Polizei sperrte wenige Meter weiter Richtung Hauptbahnhof alles ab. Der öffentliche Verkehr kam rund um die Kaserne komplett zum Stillstand.
Kurz nach 21 Uhr hatte die Polizei genug und forderte die Menge auf, die Kasernenstraße innerhalb weniger Minuten zu räumen. Die Demonstranten blieben jedoch sitzen.
Nach einer weiteren Aufforderung und erfolglosen Gesprächen des Dialogteams setzte die Polizei Wasserwerfer, Tränengas und Gummischrot ein. Die Menge wurde zurückgedrängt, der Großteil zog weiter Richtung Helvetiaplatz. Einzelne Personen zündeten Müllcontainer an und warfen Gegenstände auf die Einsatzkräfte. Zwei Polizisten wurden laut Stadtpolizei Zürich von Steinen getroffen, blieben aber unverletzt. Laut Rettungsdienst gab es bei den Demonstrierenden eine mittlere zweistellige Zahl an Verletzten.