Inmitten massiver Spannungen zwischen Washington und Havanna wollen die USA den früheren kubanischen Präsidenten Raul Castro vor Gericht bringen.
Die Vorwürfe gegen den 94-jährigen Bruder des 2016 verstorbenen Revolutionsführers Fidel Castro drehen sich um den Abschuss von zwei Flugzeugen im Jahr 1996.
Damals hatten kubanische Kampfjets zwei Maschinen der exilkubanischen Gruppe "Brüder zur Rettung" abgeschossen, wie der US-Sender CBS unter Berufung auf Regierungskreise berichtet. Bei dem Angriff kamen vier aus Kuba stammende Piloten ums Leben.
Kuba steckt derzeit in der schwersten Wirtschaftskrise seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion. Das Land leidet unter Stromausfällen und Treibstoffmangel. Nachdem Venezuela als wichtigster Öllieferant seine Lieferungen eingestellt hat, erklärte die kubanische Regierung am Donnerstag, dass auch die russischen Ölreserven nun "aufgebraucht" seien.
Raul Castro hatte 2008 das Präsidentenamt von seinem Bruder Fidel übernommen und bis 2018 regiert. Unter dem damaligen US-Präsidenten Barack Obama kam es 2015 zu einer historischen Wiederannäherung. Trump machte diese in seiner ersten Amtszeit jedoch rückgängig.