Schreckmoment in einem Wiener Kindergarten! Vier Knirpse konnten am Montagnachmittag unbemerkt das Gelände verlassen und machten sich in Richtung Supermarkt auf. Das sorgte nun für gewaltigen Wirbel.
Der Vorfall ereignete sich Montag gegen 15 Uhr in Floridsdorf. Während die anderen Kinder im Garten spielten, dürften die vier über einn Notausgang unbemerkt das Gelände verlassen haben. Besonders brisant: Die verantwortlichen Pädagoginnen bemerkten das Verschwinden der Kinder zunächst nicht.
Die drei bis fünf Jahre alten Kinder spazierten gemeinsam in Richtung einer nahegelegenen Supermarkt-Filiale. Dort wurden sie schließlich in der Garage des Marktes zufällig von einer Kiga-Mitarbeiterin entdeckt, die gerade auf dem Heimweg war. Die Frau reagierte sofort und brachte die unternehmungslustigen Kleinen in Sicherheit.
Für die Eltern war das ganze jedoch ein aufrüttelnder Schock. Gegenüber "Heute" zeigt sich der Vater eines betroffenen Kindes fassungslos: "Etwa 20 Minuten lang ist niemandem aufgefallen, dass vier Kinder weg sind. Das ist eine grobe Verletzung der Aufsichtspflicht!" Viele Eltern fragen sich nun, wie es überhaupt passieren konnte, dass gleich vier Kinder den Kindergarten verlassen konnten, ohne dass dies sofort bemerkt wurde.
Seitens des Kindergartens wurde der Vorfall gegenüber den Eltern bereits eingeräumt und bedauert. Man habe sich ausdrücklich entschuldigt und betont, dass der Vorfall keinesfalls den Standards entspreche, die man an Aufsicht und Sicherheit im Kindergarten stelle. Nun soll genau untersucht werden, wie es dazu kommen konnte und welche Maßnahmen – auch baulicher Natur – notwendig sind, um eine Wiederholung künftig auszuschließen.
Um offene Fragen zu klären, findet am Dienstagabend ein Elternabend statt. Dort wollte die Kindergartenleitung die betroffenen Familien über den Vorfall sprechen, Fragen beantworten und die geplanten Konsequenzen erläutern.
Für die Eltern bleibt dennoch die Erleichterung, dass der Ausflug der Kinder diesmal noch harmlos endete – denn der Zwischenfall hätte auch deutlich schlimmer ausgehen können. Übrigens: Ob die Kleinen im Supermarkt ein Eis oder etwa Spielzeug besorgen wollten, ist unklar.