"Eskalation zu Ostern"

Während Papst-Telefonat: Drohnen auf Ukraine abgefeuert

Russland hat die Ukraine zu Ostern erneut massiv angegriffen. Präsident Selenskyj spricht von einer gezielten Eskalation statt Waffenruhe.
Newsdesk Heute
03.04.2026, 20:14
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Mitten in den Osterfeiertagen hat Russland die Ukraine erneut massiv angegriffen. Präsident Wolodymyr Selenskyj wirft Moskau vor, damit eine mögliche Waffenruhe bewusst zu torpedieren.

Während eines Telefonats mit Papst Leo XIV. am Freitagmorgen kam es laut Selenskyj zu den Angriffen. "Genau in dem Moment, als wir uns unterhielten, griffen die Russen die Ukraine erneut an – mit Hunderten von 'Shaheds' und Dutzenden Raketen, die auf unsere Städte und Gemeinden abgefeuert wurden", schrieb er auf X.

Für den ukrainischen Präsidenten ist die Lage klar: "Im Grunde haben die Russen ihre Angriffe nur noch verstärkt und das, was eigentlich eine Waffenruhe am Himmel hätte sein sollen, in eine Eskalation zu Ostern verwandelt." Kiew hatte zuvor eine Feuerpause über die Feiertage angeboten, der Kreml erklärte jedoch, keinen solchen Vorschlag erhalten zu haben.

Tote und Stromausfälle nach Angriffen

Die Folgen der Angriffe sind schwer: Im Umland von Kiew wurde mindestens ein Mensch getötet, ein weiterer verletzt. Zudem kam es zu Stromausfällen in der Hauptstadt und anderen Regionen. Zuvor war im ganzen Land Luftalarm ausgelöst worden.

Nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe setzte Russland mehr als 500 Drohnen sowie 37 Raketen ein. Ein Großteil konnte abgefangen werden, dennoch wurden Einschläge an 20 Orten registriert.

Gegenschlag und Frontlage

Die Ukraine meldete unterdessen einen Angriff auf eine Ölraffinerie in der russischen Stadt Ufa, mehr als 1.400 Kilometer von der Grenze entfernt. Dabei sei ein Feuer ausgebrochen.

Selenskyj hatte zuvor erklärt, die Lage an der Front sei derzeit so gut wie seit zehn Monaten nicht mehr. Ukrainische Truppen hätten zuletzt eine russische Offensive abgewehrt.

Gespräch mit Papst über Hilfe und Frieden

Im Telefonat zwischen Selenskyj und Papst Leo XIV. ging es vor allem um humanitäre Fragen. "Ich sprach über den Verhandlungsprozess und unsere Zusammenarbeit mit dem amerikanischen Team", erklärte Selenskyj. "Außerdem bedankte ich mich für die Unterstützung bei der Rückführung unserer entführten Kinder und für die gesamte humanitäre Hilfe, die der Vatikan unserem Volk geleistet hat, insbesondere in diesem schwierigen Winter."

Auch der Vatikan bestätigte das Gespräch und betonte die Notwendigkeit weiterer Hilfe sowie die Freilassung von Gefangenen. Ziel bleibe ein möglichst rasches Ende der Kämpfe und ein dauerhafter Frieden.

Spannungen auch in der Nato

Parallel dazu nehmen auch die Spannungen innerhalb der Nato zu. US-Präsident Donald Trump wirft Verbündeten vor, die USA im Konflikt mit dem Iran nicht ausreichend zu unterstützen.

Der frühere russische Präsident Dmitrij Medwedew warnte unterdessen vor den Folgen eines möglichen US-Austritts aus dem Bündnis. Die EU könne sich dann zu einem "äußerst feindseligen Militärbündnis" entwickeln.

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