Hochzeiten werden heute anders gefeiert, als noch vor wenigen Jahren. Das hat auch mit der Teuerung zu tun." fetchpriority="high" /> Noch vor wenigen Jahren galt: Je größer, desto besser. Pompöse Deko, riesige Blumenwände, perfekte Bilder für Social Media. Doch dieser Trend kippt. Mit der Generation Z, die jetzt ins heiratsfähige Alter kommt, verändert sich der Blick auf den großen Tag.
Große Hochzeiten mit 150 oder mehr Personen werden seltener. Stattdessen feiern viele im kleinen Kreis. Weniger Gäste führen zu geringeren Kosten pro Person. Dafür kann man sich dann die schönere Location leisten.
Inflation, hohe Mieten, teure Energie – die wirtschaftliche Lage hinterlässt Spuren. Laut dem "Hitched Wedding Industry Report 2026" aus England geben viele Paare an, dass finanzielle Unsicherheit ihre Planung stark beeinflusst.
Die durchschnittlichen Hochzeitskosten liegen im Vereinigten Königreich inzwischen bei 21.990 Pfund (rund 25.000 Euro). Gleichzeitig überschreiten 56 Prozent der Paare ihr ursprüngliches Budget. Soll heißen: Heiraten bleibt teuer, wird aber bewusster geplant.
Auch die "Hochzeiterei.at" aus Österreich berichtet hierzulande über ähnliche Trends. Dazu kommen "Hochzeiten mit Kurzurlaubscharakter". Familie und die engsten Freunde kommen zusammen, um mehrere Tage zu feiern und Zeit miteinander zu verbringen.
Auch Hochzeitsmode und Brautkleider aus zweiter Hand zu kaufen, ist mittlerweile en vogue. Es gibt bereits spezialisierte Vintage-Läden, die sich dem Trend angenommen haben.
Gespart wird nicht überall. Paare streichen kostspielige Punkte wie Gastgeschenke, gigantische Blumengestecke, Limousinen oder aufwendige Einladungen von der Nobel-Druckerei. Dafür investieren sie gezielt in gutes Essen, Fotografie oder besondere Locations.
Sogenannte "Micro Weddings" werden zu einem Trend, der sich in den nächsten Jahren wohl fortsetzen wird. Hochzeiten auf Pump werden deshalb seltener.