Touristen, die diesen Sommer nach Rom reisen, werden feststellen, dass sich in der Ewigen Stadt etwas verändert hat – nicht nur in Bezug auf das Urlaubsbudget: Während Eintrittspreise steigen, entstehen gleichzeitig neue Plätze, Aussichtspunkte und Wege durch die Antike.
Ein Pflichtstopp in Rom kostet ab 1. Juli mehr Geld. Der Eintritt ins berühmte Pantheon steigt von fünf auf sieben Euro. Junge Erwachsene zwischen 18 und 25 Jahren zahlen weiterhin nur zwei Euro, Römer kommen gratis hinein.
Die zusätzlichen Einnahmen sollen in Kulturprojekte und Bibliotheken in benachteiligten Vierteln fließen. Seit 2023 ist der Zugang zum Pantheon überhaupt erst kostenpflichtig – davor war das antike Bauwerk jahrzehntelang gratis zugänglich.
Auch beim weltberühmten Trevi-Brunnen müssen Touristen heuer tiefer in die Tasche greifen. Wer direkt an den Brunnen heran will, zahlt zwei Euro Eintritt.
Die neue Regelung läuft bereits seit Februar – dieser Sommer wird aber die erste echte Belastungsprobe in der Hauptreisezeit. Gratis bleibt der Zugang nur für Römer, Kleinkinder und bestimmte Ausnahmen. Wichtig für Besucher: Die Aussicht auf den Brunnen bleibt weiterhin kostenlos möglich – allerdings mit Abstand.
Wer schon einmal bei 35 Grad vorm Kolosseum in der Schlange gestanden ist, dürfte sich über die wohl angenehmste Neuerung freuen.
Direkt beim antiken Amphitheater entstand ein neuer Bereich mit Sitzmöglichkeiten. Große Steinblöcke markieren dort die ursprünglichen Mauern und laden Besucher zum Ausruhen ein – sogar Hinlegen ist erlaubt.
Auch die Südseite des Kolosseums wurde optisch aufgewertet. Ziel ist es, die ursprüngliche Größe der Arena wieder besser erlebbar zu machen.
Fast unbemerkt entwickelte sich eine neue U-Bahn-Station zur Sehenswürdigkeit. Die neue Metro-C-Station beim Kolosseum sorgte weltweit für Schlagzeilen – vor allem wegen ihrer spektakulären Gestaltung und antiken Funde unter der Erde.
Auch langfristig verändert sich die italienische Hauptstadt massiv. Rund um das Mausoleum des Augustus entsteht ein völlig neues Museumsareal, das spätestens 2027 Besucher anlocken soll.
Noch größer fällt ein anderes Projekt aus: Eine neue archäologische Spazierroute soll die berühmtesten antiken Orte Roms verbinden – vom Forum Romanum über das Kolosseum bis zum Circus Maximus. Mehr Grünflächen, neue Wege und Aussichtspunkte sind geplant.