Eine regelrechte Wasserschlacht! Das kroatische Top-Derby zwischen Hajduk Split und Dinamo Zagreb verwandelte sich am Samstag in ein Chaos-Spiel. Starkregen setzte das Poljud-Stadion unter Wasser, Pyrotechnik sorgte für mehrere Unterbrechungen. Mittendrin: Ex-Rapid-Torjäger Dion Drena Beljo, der mit Dinamo eine dramatische 1:2-Niederlage kassierte.
Besonders in der Schlussphase waren reguläre Spielzüge kaum noch möglich. Der Ball blieb auf dem völlig durchnässten Rasen immer wieder liegen, Pässe über den Boden wurden zur Glückssache. Schiedsrichter Igor Pajac beriet sich angesichts der extremen Bedingungen mit seinen Kollegen, ein Abbruch stand im Raum. Letztlich ließ er weiterspielen – erst nach 16 Minuten Nachspielzeit war Schluss.
Dabei hatte der Nachmittag für Beljo noch vielversprechend begonnen. Der ehemalige Rapid-Stürmer brachte Dinamo in der 21. Minute per Kopf mit 1:0 in Führung. Doch nur drei Minuten später unterlief Scott McKenna ein Eigentor zum Ausgleich. In der 59. Minute drehte Abdoulie Sanyang mit einem Schuss aus rund 18 Metern die Partie zugunsten der Gastgeber.
Neben der Sintflut sorgten auch die Fans für Chaos. Immer wieder musste die Partie wegen massiver Pyrotechnik und dichter Rauchschwaden unterbrochen werden. Die Polizei war mit einem Großaufgebot im Einsatz. Insgesamt wurden 44 Anhänger angehalten, darunter 29 Dinamo- und 15 Hajduk-Fans. Mehr als 180 pyrotechnische Gegenstände wurden sichergestellt.
Das Drama hatte für Beljo noch einen bitteren Höhepunkt parat. In der allerletzten Aktion stieg der 24-Jährige im Strafraum hoch und köpfte den Ball an die Stange. Zentimeter fehlten zum Ausgleich! Der Kroate, der in der Saison 2024/25 für Rapid zehn Bundesliga-Tore erzielt hatte, verpasste damit die große Chance, seiner Mannschaft im Chaos-Derby noch einen Punkt zu retten.
Nach dem Schlusspfiff zeigte sich Beljo enttäuscht: "Ich glaube, wir haben das Spiel in den ersten 15 Minuten der zweiten Halbzeit verloren." Die chaotischen Szenen wollte er nicht näher kommentieren. Auch Dinamo-Trainer Mario Kovacevic war fassungslos: "Der gesamte Platz stand unter Wasser. Das war eine andere Sportart."
Für Hajduk war es dagegen ein Sieg mit großer Bedeutung. Die Mannschaft aus Split setzte sich durch den Erfolg im Prestigeduell drei Punkte vor Dinamo an die Tabellenspitze, hat allerdings ein Spiel mehr absolviert.