Weihnachten steht vor der Tür und bis ins neue Jahr haben Rotwein und Champagner wieder Hochsaison. Aber darf es zum festlichen Essen eigentlich auch Weißwein oder Pét Nat sein, was serviert man statt Alkohol und was bringt man eigentlich als Gast mit? Wir haben bei jemanden nachgefragt, der es wissen muss: Wein & Co-Geschäftsführers Johannes Vasak.
Welcher Wein kommt bei Ihnen zu Weihnachten auf den Tisch?
Zu Weihnachten versuche ich immer möglichst Weine auszuwählen, die auch den Großeltern, Onkeln und Tanten schmecken, die sonst vielleicht eher ein Glas Bier trinken. Das heißt guter Trinkfluss, erfrischend und klassisch. Und für die Gespräche nach dem Essen eine schöne Flasche Rotwein aus dem Piemont, Bordeaux oder aus dem Burgenland!
Muss es zu Weihnachten immer ein Rotwein sein?
Ein Rotwein muss natürlich am Tisch stehen, aber davor, sollte man schon einen Schaumwein und auch einen Weißwein zum Animieren des Gaumens trinken.
Darf ein Wein auch einen Drehverschluss haben?
Selbstverständlich darf der Wein auch einen Drehverschluss haben. Natürlich ist das Prozedere zum Öffnen eines Weines mit Kork ein wenig edler und spannender, aber kann auch für Ungeübte schnell überfordernd sein.
Muss es Champagner sein oder darf es auch Prosecco oder Pét Nat sein?
Ich persönlich trinke gerne verschiedene Schaumweine zu Weihnachten. Champagner ist natürlich immer für die große Runde ein schönes Erlebnis, wenn man das selten bis gar nie trinkt. Aber es gibt auch hervorragenden Prosecco in hoher Qualität aus Einzellagen, der viel Spaß machen kann. Auch ein Pét Nat ist spannend zu präsentieren, weil man da auch wieder eine nette Geschichte erzählen kann, was Pét Nat eigentlich ist und mit Kronkorken, easy to handle.
Pét Nat (kurz für Pétillant Naturel) ist ein natürlicher Perlwein, der nach der historischen "Méthode Ancestrale" hergestellt wird. Im Gegensatz zum üblichen Verfahren wird ihm keine Kohlensäure von außen zugesetzt. Indem der noch gärende Most direkt in die Flasche gefüllt wird, schäumt er durch sein selbst produziertes Kohlendioxid. Daher kommt auch die französische Bezeichnung Pétillant Naturel, die natürlich prickelnd bedeutet.
Was, wenn die Gäste keinen Wein trinken?
Im alkoholfreien Bereich gibt es so viele schöne Alternativen. Tea Royal oder Sparkling Juicy Tea von Van Nahmen sind wunderbare prickelnde Alternativen. Und wenn es doch alkoholisch sein soll, dann Bitter Aperitivo von Super Cattivo oder Negroni von The Stin.
Worauf muss ich achten, wenn ich als Gast einen Wein mitbringen will?
Ich denke am wichtigsten ist es, wenn man sich eine Geschichte überlegt, warum man diesen Wein schenkt oder welche Geschichte hinter dem Wein steht. Denn so hat man sich beim Schenken etwas überlegt. Wichtig ist vielleicht auch zu fragen, was die Person gerne trinkt, ob weiß oder rot, ob international oder doch aus Österreich. Und im Zweifelsfall Schaumwein, das geht immer.