Jetzt wurde dort gemeinsam gefeiert, wo das Jahr mit einer Katastrophe begonnen hatte: In der Guido-Holzknecht-Straße in Traun (Bez. Linz-Land) ist die Sanierung nach dem verheerenden Silvesterbrand abgeschlossen.
Alle Wohnungen sind wieder bewohnt, berichtet Bürgermeister Karl-Heinz Koll (VP) auf Facebook. Doch beim Fest mit den Bewohnern war für den Stadtchef auch die Erinnerung an den Einsatz wieder da: "Diese Silvesternacht werde ich nicht vergessen."
Kurz nach Mitternacht war damals Feuer ausgebrochen, innerhalb weniger Minuten stand der gesamte Dachstuhl in Flammen. 35 Bewohner mussten in Sicherheit gebracht werden, vier Personen wurden leicht verletzt. Einige Betroffene kamen bei Verwandten und Freunden unter, andere mussten das neue Jahr in einer Sporthalle beginnen.
Die Ermittlungen führten später zu einem damals 22-jährigen Linzer. Er gab zu, mehrere Raketen abgefeuert zu haben. Eine davon flog in Richtung eines Balkons im dritten Stock, durch Funkenflug entstand der Brand. Der junge Mann wurde wegen fahrlässiger Herbeiführung einer Feuersbrunst angezeigt.
Koll war in jener Nacht selbst vor Ort. Was die Anrainer durchmachen mussten, beschäftigt ihn bis heute: "Und ich erinnere mich noch sehr genau an das, was die betroffenen Familien in dieser Nacht erlebt haben. An die Unsicherheit. An die vielen Fragen." Schon in den Tagen nach dem Feuer setzte in Traun eine große Hilfsaktion ein.
Beim Abschluss der Sanierung dachte der Bürgermeister auch an jene zurück, die sofort mit anpackten. Er dankt den Feuerwehren, dem Roten Kreuz, der Polizei, den Mitarbeitern der Stadt und den vielen weiteren Helfern, die in der Brandnacht und danach Unterstützung leisteten: "In einer Krise zeigt sich, was Zusammenhalt wirklich bedeutet."