Bürger in Sorge

"Wien sandelt ab": Schon zwei Pistolen-Attacken in City

Innerhalb von zwei Nächten kam es in der Wiener Innenstadt zu zwei Gewalt-Exzessen – Schüsse inklusive. Die "Heute"-Leser fordern Konsequenzen.
27.10.2026, 16:08
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Solche Gewalt-Exzesse gab es bisher kaum in der Wiener Innenstadt. Die Sorge ist groß, in der City kam es jetzt in zwei Nächten in Folge zu Vorfällen mit Schusswaffen – "Heute" berichtete.

Unter den vielen Kommentaren der "Heute"-Leser machte sich Sorge und Unmut breit. Das sagt die "Heute"-Community.

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Attacke auf Mann – alle vier Verdächtigen verschwunden

Was ist geschehen? In der Nacht auf Sonntag war ein Mann (22) mit Freunden unterwegs, als er beim Bermuda-Dreieck in der Wiener Innenstadt plötzlich von unbekannten Männern attackiert wurde. Die Angreifer schlugen mehrfach auf das Gesicht des jungen Mannes ein. Ein Video, das "Heute" vorliegt, zeigt die brutalen Szenen. Mitten in der Auseinandersetzung fielen plötzlich mehrere Schüsse.

Vermutlich wurde dabei eine Schreckschusswaffe verwendet. Als die alarmierten Beamten eintrafen, waren die vier Verdächtigen bereits verschwunden. Eine sofort eingeleitete Fahndung verlief erfolglos.

Die Tatwaffe wurde von der Polizei sichergestellt.
LPD Wien

Staatenloser (17) hält Mann Pistole an den Kopf

Keine 24 Stunden später soll ein weiterer Mann (25) auf der Rotenturmstraße von einer fünfköpfigen Gruppe attackiert worden sein. Ein 17-jähriger Staatenloser soll dem Mann dabei eine Luftdruckpistole an den Kopf gehalten und mehrmals abgedrückt haben. Das Opfer konnte rechtzeitig ausweichen und blieb durch die Schüsse unverletzt.

Beamte nahmen den 17-Jährigen sowie einen 20-jährigen Syrer fest. Die Luftdruckpistole und eine geringe Menge Cannabis wurden sichergestellt. Der 17-Jährige wurde in eine Justizanstalt eingeliefert, der 20-Jährige auf freiem Fuß angezeigt. Nach drei weiteren Verdächtigen wird noch gesucht.

Leser wüten: "Muss es erst Tote geben?"

Die jüngsten Vorfälle werfen Fragen zur Sicherheit rund um den Schwedenplatz auf. Das sehen auch "Heute"-Leser so: "Wien wird zur No-Go-Area", "Wien sandelt total ab" oder "in der Nacht absolut unsicher" sind nur ein paar der vielen Kommentare. Einige User sehen ein Versagen der Politik.

„Muss es in Wien erst Tote geben, bevor die Politik aufwacht?“
Ein "Heute"-User über die Gewalt-Zustände in der Wiener City

Ein User sieht in den Vorfällen "nur einen bedauerlichen Einzelfall", andere wiederum sehen in den Gewalt-Exzessen die Folge misslungener Integration: "Die Vielfalt zeigt ihr Gesicht." Für einen Leser sei dies allerdings ein "normaler Tag in Wien mittlerweile".

Ein Nutzer sieht die Berichterstattung als wichtig an: "Endlich wird sowas sichtbar. Bisher hat sich sowas nur in den 'bekannten' Bezirken abgespielt, aber nun wird es plötzlich zum großen Thema." Aber: "Viel zu spät leider ..."

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FPÖ spricht von Kontrollverlust

Andere nehmen die Vorfälle süffisant zur Kenntnis: "Kommen Sie auf einen Abstecher nach Wien", heißt es etwa. Seitens der Politik blieb es zu den Vorfällen still, lediglich die FPÖ-Klubobmann Markus Platt meldete sich zu Wort.

"Stadt und Bezirk versagen in ihrer Verkehrs- und Sicherheitspolitik derzeit auf ganzer Linie. Die Polizei darf nicht länger als Schikane- und Abzock-Instrument gegen die eigene Bevölkerung missbraucht werden!", so Platt.

red, 27.10.2026, 16:08