Sie ist erst 22 Jahre alt

Wiener Polizistin kündigt Job und wird Bordell-Chefin

Die 22-jährige Sarah Omari hat ihren Job bei der Polizei aufgegeben. Jetzt übernimmt die junge Wienerin das Management im "Saraya-Club".
André Wilding
05.03.2026, 05:07
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Vom Polizeidienst ins Rotlichtmilieu: Die 22-jährige Wienerin Sarah Omari hat ihre Polizei-Uniform an den Nagel gehängt und übernimmt nun eine neue Rolle im Wiener "Saraya-Club" im 23. Bezirk.

Der Saunaclub in Liesing zählt mit rund 7.000 Quadratmetern zu den größten Bordellen Österreichs. Täglich kommen zahlreiche Gäste in das Etablissement, in Spitzenzeiten arbeiten dort bis zu 50 Sexarbeiterinnen aus verschiedenen Ländern.

"Freue mich auf neue Aufgabe"

Der Betrieb besteht seit 2008 in seiner heutigen Form. Laut Betreiber schätzen die Besucher vor allem das exklusive Ambiente und die Diskretion. Nun steht im Club ein Wechsel an der Spitze an: Sarah Omari übernimmt das Management des Hauses.

"Ich freue mich riesig auf die neue Aufgabe", erzählt Sarah Omari im Gespräch mit "Heute". Ihr Vater Fahim Omari bleibt aber weiterhin Geschäftsführer. Die gebürtige Wienerin mit polnischen Wurzeln ("Ich bin keine Muslimin") hat sich kurz vor ihrem 18. Geburtstag bei der Polizei beworben und die zweijährige Ausbildung fertig gemacht.

"Darauf lege ich großen Wert"

"Ich war dann als Inspektor im Außendienst tätig", erklärt die 22-Jährige. "Zu der Zeit, wo ich bei der Polizei tätig war, war mein Vater ein Gastrobetreiber", so Sarah. Vor ihrer Kündigung bei der Polizei habe er dann die Geschäftsführung im "Saraya-Club" übernommen.

"Aufgrund meiner Vergangenheit lege ich einen großen Wert darauf, dass keine Kriminalität in der Rotlichtbranche zu Stande kommt", stellt die neue Managerin des größten Bordells in Österreich unmissverständlich klar.

Für den neuen Job hat sie ihre bisherige Laufbahn beendet. "Ich habe zwei Jahre bei der Wiener Polizei gearbeitet und dort gekündigt, damit ich mich nun um die Geschäfte im 'Saraya-Club' kümmern kann", sagt sie.

Ganz leicht sei ihr die Entscheidung aber nicht gefallen, erklärt die Wienerin. Einige Vorteile habe der neue Job aber durchaus. "Ich muss zum Beispiel keine Überstunden mehr machen und wenn ich Urlaub haben will, geht es jetzt schneller und einfacher", schmunzelt Sarah.

Sarah trifft Personal-Entscheidungen

Im Bordell übernimmt sie künftig nicht nur organisatorische Aufgaben, sondern auch wichtige Entscheidungen rund um das Personal. Vor allem die Verwaltung und die Anmeldung der Sexarbeiterinnen laufen über sie.

"Das läuft alles über mich. Die Bewerbungen der einzelnen Frauen sowie die Anmeldungen – darum kümmere ich mich", erzählt die ehemalige Polizistin. Und auch der Einstieg in die Branche sei ihr eher leicht gefallen.

Saraya Club in Wien-Liesing

Instagram: Saraya - mehr als ein Club

Tiktok: saraya.club

Homepage: Saraya Club

Instagram: Sarah Omari

"Ja, das hat nicht lange gedauert. Ich habe mich immer schon sehr für die Branche interessiert und der Umstieg war nicht schwer", sagt sie. Auch ihre Erwartungen an den Polizeiberuf hätten sich im Alltag nicht ganz erfüllt.

"Habe mir Polizei-Job schöner vorgestellt"

"Ehrlich gesagt, habe ich mir die Arbeit bei der Polizei etwas schöner vorgestellt. Die ganzen Überstunden haben den Job dann aber oft recht zach gemacht." Ihre Entscheidung habe sie dennoch gründlich überlegt.

"Ich habe über die Entscheidung wirklich lange und intensiv nachgedacht und freue mich nun über meine neue Aufgabe", sagt sie und stellt klar: "Und ich habe die Entscheidung auch nie bereut!"

{title && {title} } wil, {title && {title} } 05.03.2026, 05:07
Jetzt E-Paper lesen