Die Windkraft-Branche trommelt für Niederösterreich: Mit einer neuen Kampagne will Windkraft Österreich zeigen, welche wirtschaftliche Bedeutung die Windräder für das Bundesland haben.
Nach Angaben der Interessenvertretung hängen in Niederösterreich rund 3.500 Arbeitsplätze an der Windkraft. Mehr als 700 Millionen Euro an Wertschöpfung sollen dadurch jedes Jahr im Land entstehen. Davon würden unter anderem Baufirmen, Elektriker, Transporteure und zahlreiche regionale Betriebe profitieren.
"Das sind Löhne, das sind Aufträge an Baufirmen, Elektriker, Kranfahrer, Transporteure – das sind Gewinne heimischer Betriebe", erklärt Josef Plank, Präsident von Windkraft Österreich.
Niederösterreich gilt seit Jahren als Hochburg der Windenergie. Das erste Windrad wurde laut Branchenverband bereits 1994 in Wagram an der Donau errichtet. Mittlerweile verfügt das Bundesland über rund 2.400 Megawatt installierte Windkraft-Leistung.
Die Branche sieht darin auch einen Vorteil in Zeiten internationaler Energiekrisen. Während Österreich weiterhin Öl und Gas importiert, werde Wind direkt im Land produziert und könne nicht von Lieferstaaten abgedreht werden.
Von den Windrädern sollen aber nicht nur Unternehmen profitieren. In mehreren Gemeinden fließen Einnahmen aus Windkraft-Projekten direkt in die Infrastruktur.
In Rohrau (Bezirk Bruck an der Leitha) wurde damit nach Angaben von Bürgermeister Albert Mayer zuletzt unter anderem der Zu- und Umbau der Volksschule ermöglicht. Auch Hauskirchen im Weinviertel finanziert laut Bürgermeister Helmut Arzt (ÖVP) Infrastrukturprojekte mit Einnahmen aus der Windkraft.
Mit sechs unterschiedlichen Sujets, Radiospots und Beiträgen in sozialen Netzwerken will Windkraft Österreich nun mehrere Wochen lang für die heimische Windenergie werben. Dabei stehen Unternehmer, Bürgermeister und andere Niederösterreicher im Mittelpunkt.
Österreichweit beschäftigt die Windbranche laut Interessenvertretung rund 8.000 Menschen – fast die Hälfte davon arbeitet in Niederösterreich.