Schwitzen statt sparen

"Wir bleiben heiß": Wiener Bordell will nicht zusperren

Die Stadt Wien muss sparen, kürzt die Öffnungszeiten in den Bädern und schließt mehrere Saunaanlagen. Das Wiener Bordell "Saraya Club" reagiert.
Heute Life
01.05.2026, 20:28
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Wien dreht an der Sparschraube – und das spüren vor allem jene, die im Sommer Abkühlung oder Entspannung in den städtischen Bädern suchen. Wegen eines strengen Sparkurses der Stadtregierung werden Öffnungszeiten angepasst, Sauna-Angebote gestrichen und ganze Bereiche monatelang geschlossen. Insgesamt sollen so rund 2,3 Millionen Euro eingespart werden.

Besonders hart trifft es die Fans des heißen Aufgusses: Mehrere Kombibäder wie Simmering, Ottakring, Großfeldsiedlung und Donaustadt sperren ihre Saunaabteilungen von Samstag (2. Mai) bis Mitte September komplett zu. Auch klassische Saunabäder fahren den Betrieb deutlich früher herunter.

Saison-Verkürzung bei Saunabädern:

  • Saunabäder: Saisonende 15. Juni statt wie bisher 8. Juli. Die Saunabäder bleiben bis 13. September geschlossen.
  • Die Saunaabteilungen der Kombibäder (11., Simmering; 16., Ottakring; 21., Großfeldsiedlung und 22., Donaustadt) sind vom 2. Mai bis 13. September geschlossen.
  • Die Saunabteilungen in den Hallenbädern (10., Amalienbad; 14., Hütteldorfer Bad (HUE) und 21., Floridsdorfer Bad (FLO) sowie Kombibädern (12., Theresienbad (THE) und 20., Brigittenau (BRI)) bleiben geöffnet.

Doch während die Stadt spart, bleibt ein anderer Ort in Wien demonstrativ geöffnet – und setzt genau das als Botschaft ein: Im Wiener Bordell "Saraya Club" – vormals "Funpalast" in Liesing – läuft der Betrieb nämlich unbeirrt weiter.

Und dort wird die Schließungswelle der Stadt sogar offensiv kommentiert. "Saunas in Wien werden gesperrt? Nicht bei uns!", heißt es auf TikTok.

Im Gegensatz zu den städtischen Einrichtungen wird im "Saraya Club" nicht zurückgefahren, sondern erweitert.

Ein eigener Saunatag soll Besucher anlocken, inklusive Zugang zu einem großen Wellness- und Erotikbereich. Das Motto: "Während andere zusperren, bleiben wir heiß"

Die Dimension des Hauses ist dabei alles andere als klein: Mit rund 7.000 Quadratmetern zählt der "Saraya Club" zu den größten Einrichtungen seiner Art in Österreich.

Laut Betreiber kommen täglich hunderte Gäste, in Spitzenzeiten sollen bis zu 50 Sexarbeiterinnen vor Ort tätig sein.

Während die Stadt Wien also in ihren Bädern kürzt und saniert, bleibt im privaten Segment alles beim Alten – und wird im Fall des "Saraya Club" sogar noch offensiver inszeniert.

{title && {title} } red, {title && {title} } 01.05.2026, 20:28
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