Rekordumsätze

Wirtshaus zu teuer – Fast Food boomt wie noch nie

Weil Essen im Gasthaus für immer mehr unleistbar geworden ist, boomten 2025 Würstelstand, Döner, Pizza und Burgerketten in Österreich.
Team Wirtschaft
14.05.2026, 22:45
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Infolge der in den vergangenen Jahren massiven Preiserhöhungen in der klassischen Gastronomie stand im Jahr 2025 bei Konsumenten Fast Food hoch im Kurs. Das zeigen aktuelle Daten einer Studie des Marktforschungsinstituts Branchenradar.com Marktanalyse.

Konkret hätten sich, so schreiben die Experten, die Preise in der Gastronomie in den letzten fünf Jahren um mehr als 40 Prozent erhöht. Es wundere daher nicht, wenn Konsumenten verstärkt preisgünstige Alternativen suchten, schreiben die Marktforscher in einer Aussendung.

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Burger und Würstel als Alternative zum teuren Wirtshaus

Offensichtlich hätten sie diese im vergangenen Jahr gefunden – und zwar in Würstelständen, in Imbissen, die Speisen wie Döner, Pizza oder asiatische Schnellgerichte verkaufen sowie in der einschlägigen System-Gastronomie, also bei McDonald’s, bei Burger King, KFC & Co.

Konkret sei laut aktuellem "Branchenradar Fast Food in Österreich" im Jahr 2025 der Umsatz der Fast Food-Standorte im Vergleich zu 2024 deutlich gestiegen – und zwar um satte 7,7 Prozent auf insgesamt rund 1,378 Milliarden Euro.

Fast-Food-Ketten mit 8,4 Prozent mehr Umsatz

"Insbesondere die System-Gastronomie entwickelte sich überaus dynamisch", sagt Andreas Kreutzer, Geschäftsführer von BRANCHENRADAR Marktanalyse. Im Jahresvergleich stiegen in diesem Segment die Erlöse um 8,4 Prozent auf 1,145 Milliarden Euro, angeschoben auch vom Ausbau der Lieferdienste, "insbesondere aber von Rabatt- und Gutscheinaktionen".

Imbiss-Stände legten um 4,1 Prozent zu

Ebenfalls bergauf ging es bei Würstelständen und Imbissen, wenn auch nicht ganz so stark. Die setzten im Vorjahr insgesamt 233 Millionen Euro um. Mit +4,1 Prozent verglichen mit dem Jahr davor sei damit auch die traditionelle Variante des Fast Food nahezu doppelt so rasch gewachsen wie die Gastronomie insgesamt, bringt es Kreutzer auf den Punkt.

Sparzwang treibt Konsumenten zu Fast Food

Warum die Konsumenten im Vorjahr verstärkt zu Fast Food griffen, liegt laut Andreas Kreutzer auf der Hand: Eine Mahlzeit inklusive Getränk sei dort in der Regel deutlich günstiger zu bekommen als in einer klassischen Gastwirtschaft. "Das war zwar auch so in den Jahren davor, wenn aber der Spardruck zunimmt, bekommt das eine höhere Priorität", so der Fachmann.

Würstelstand, Mäcci und Co. konkurrenzlos günstig

Am Würstelstand lag demnach der Durchschnittserlös einer Mahlzeit inklusive Getränk bei unter 10 Euro, in der Systemgastronomie kostete ein Menü im Schnitt weniger als 15 Euro. Gasthäuser oder Restaurants, die da mithalten konnten, seien spärlich gesät.

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