US-Präsident Donald Trump verspricht am World Economic Forum (WEF) in Davos, im zerstörten Gaza Wolkenkratzer und Luxushotels zu errichten. "Ich werde in Gaza großen Erfolg haben, das wird ein wunderschöner Anblick", sagte Trump bei der Gründung seines umstrittenen Friedensrats.
Der US-Präsident betonte, er sei "im Herzen" immer noch Immobilienunternehmer und sehe im Gazastreifen "ein großartiges Stück Land". Der Schwiegersohn und Berater von Trump, Jared Kushner, hat die Einzelheiten des US-Masterplans "New Gaza" vorgestellt. Wolkenkratzer mit Blick auf das Mittelmeer, Wohn- und Industriegebiete, dahinter ein Flughafen: Der Wiederaufbau des Gebiets sei eine Entwaffnung der Hamas. "Das ist es, was wir durchsetzen werden", sagte Kushner.
Weiters fügte Trumps Schwiegersohn hinzu: "Es könnte eine Hoffnung sein. Durch das Bauprojekt könnte der Gazastreifen zum Reiseziel werden." Nach dem zweijährigen Krieg zwischen der islamistischen Terrorgruppe Hamas und Israel ist der schmale Küstenstreifen fast vollständig zerstört. In dem Gebiet leben mehr als zwei Millionen Menschen.
Für den Wiederaufbau der Stadt Rafah rechnet Kushner mit einem Zeitraum von zwei bis drei Jahren. "Wir haben bereits damit begonnen, die Trümmer zu beseitigen und einen Teil der Abrissarbeiten auszuführen", so Kushner. Der Küstenabschnitt sei für den Tourismus vorgesehen.
Wie aus der Präsentation hervorgeht, sollen rund 100.000 neue Wohneinheiten und mindestens 75 medizinische Einrichtungen entstehen. Um Infrastruktur und öffentliche Einrichtungen wieder aufzubauen, sind laut Angaben des Amerikaners Investitionen in der Höhe von 25 Milliarden Dollar (mehr als 21,3 Milliarden Euro) erforderlich.
Sobald die Hamas gemäß dem im Oktober von Trump vorgestellten 20-Punkte-Plan für den Gazastreifen entwaffnet sei, werde es aber genug Investoren und Geldgeber geben, sagte Kushner. "Es werden fantastische Investitionsmöglichkeiten entstehen." Einzig: Die Hamas-Terroristen lehnen eine Entwaffnung jedoch bislang ab.
"Wir glauben, dass dies den Menschen in Gaza wirklich die Möglichkeit gibt, ihre Hoffnungen zu verwirklichen", sagte Kushner über den vorgestellten Wiederaufbau-Plan.
Auf zentrale Fragen wie Eigentumsrechte oder Entschädigungen für Palästinenser, die während des Krieges ihre Häuser, Geschäfte oder gar ihre Existenzgrundlage verloren haben, ging Kushner nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters nicht ein. Demnach behandelte er auch die Frage wo vertriebene Palästinenser während des Wiederaufbaus wohnen könnten nicht.