Tierisches Waldverbot

Zu wichtig! Wer diese Zapfen sammelt, sammelt Strafen

Die vermehrte Entnahme von Zirbenzapfen gefährdet den alpinen Lebensraum und kann für Sammler rechtliche Folgen nach sich ziehen.
Heute Tierisch
28.07.2026, 08:30
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Die Zirbe ist aus unseren Bergen kaum wegzudenken. Sie spielt eine wichtige Rolle für die Natur im alpinen Raum. Ihre Samen, die in den Zapfen stecken, sorgen dafür, dass der Wald jung bleibt, und sind für viele Tiere eine wertvolle Futterquelle.

Doch gerade diese Zapfen sind bei Sammlern wieder besonders begehrt. Sie werden für Schnaps, Likör oder Sirup verwendet – und das bereitet den Österreichischen Bundesforsten (ÖBf) wenig Freude. Das Interesse an Zirbenzapfen ist sogar in den letzten Jahren deutlich gestiegen.

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„Bei unsachgemäßer Ernte können Äste und Triebe abgebrochen oder anderweitig beschädigt werden“
Bundesforste

Vor allem im Kemetgebirge, einem östlichen Ausläufer des Dachsteinmassivs, werden die Zapfen nicht nur vereinzelt, sondern oft gleich in großen Mengen gesammelt. Die ÖBf schlagen Alarm: "In den vergangenen Jahren beobachten wir in den betroffenen Gebieten eine deutliche Zunahme." Das Problem dabei ist nicht nur die Menge, sondern auch die Art der Ernte.

Vor allem Zirbenschnaps ist bei den Österreichern sehr beliebt.
iStock©Elena Mordasova

Nur was am Boden liegt ...

Was viele nicht wissen: Das Sammeln der Zirbenzapfen ist streng geregelt. Je nach Bundesland und Schutzgebiet gelten unterschiedliche, aber stets strenge Vorschriften. Peter Schwarzkogler, Revierleiter der ÖBf im Kemetgebirge, erklärt: "Grundsätzlich gilt: Zirbenzapfen, die sich noch am Baum befinden, sind Bestandteil des Waldbestandes und Eigentum des Waldeigentümers. Das Pflücken, Abschneiden oder Abreißen ist ohne dessen Zustimmung nicht erlaubt." In Naturschutzgebieten, wie sie in seinem Bereich vorherrschen, "ist die Entnahme von Pflanzenteilen generell unzulässig".

Wer trotzdem Zapfen mitnimmt, riskiert eine Strafe. Das Land Steiermark stellt klar: "Kommt es zu einer Anzeige, gibt es ein Verwaltungsstrafverfahren. Über die Höhe entscheidet die Behörde." Die Geldstrafe kann empfindlich ausfallen. Schwarzkogler hat schon Sammler erwischt: "Ja. Sie wurden auf die Rechtslage und auf die ökologische Bedeutung der Zirbenbestände hingewiesen."

„Kommt es zu einer Anzeige, gibt es ein Verwaltungsstrafverfahren. Über die Höhe entscheidet die Behörde.“
Peter SchwarzkoglerRevierleiter der ÖBf im Kemetgebirge

Um das unerlaubte Sammeln einzudämmen, arbeiten die Bundesforste eng mit der Berg- und Naturwacht zusammen. Besonders während der Haupterntezeit wird verstärkt kontrolliert und bei Verstößen entsprechend gehandelt. Außerdem setzt man auf Aufklärung, damit Waldbesucher wissen, wie wichtig die Zirbe für die Natur ist und welche Regeln gelten.

Zum Schluss appelliert Schwarzkogler an alle: "Den Zirbenwald zu respektieren und auf das Ernten der Zapfen zu verzichten. Mit Rücksicht auf die Natur trägt jede und jeder Einzelne dazu bei, diesen besonderen Lebensraum langfristig zu erhalten."

{title && {title} } red, {title && {title} } 28.07.2026, 08:30