Vorwürfe gegen Kabinettschef

19-Jährige "angegriffen" – Protest gegen NEOS-Ressort

Eklat im Bildungsressort! Die Bundesschulsprecherin soll vom Kabinettschef des Ministers unter Druck gesetzt worden sein. Nun folgte ein Protest.
Newsdesk Heute
04.04.2026, 22:35
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Die 19-jährige Bundesschulsprecherin Hannah Scheidl erhebt schwere Vorwürfe. Im Fokus steht der Kabinettschef von Bildungsminister Christoph Wiederkehr (NEOS). Demnach soll es bei einem Telefonat zu einer heftigen Entgleisung gekommen sein – "Heute" berichtete.

Die Vorgeschichte: Schon am 12. März soll die Schülerunion darüber informiert worden sein, dass es bereits eine Einigung bei den in der Lehrplanreform an AHS-Oberstufen ab 2027/28 geplanten Latein-Kürzungen gebe. Gegenüber "Heute" betonte Scheidl, dass die Schülervertretung nicht in die Gespräche eingebunden gewesen sei – eine Zustimmung wollte man dennoch.

Gespräch eskalierte

Das Problem: Seitens der Schülerunion habe es "inhaltliche Bedenken" gegeben. Daher habe man um Bedenkzeit gebeten. Eskaliert sei die Lage dann am Tag darauf. In einem Telefonat habe Scheidl den Kabinettschef des Bildungsministers darüber informiert, dass man erst in der kommenden Woche eine Stellungnahme abgeben werde.

Sie habe versucht zu erklären, "was aus unserer Sicht nicht passt". Diese Botschaft kam offenbar nicht gut an. Scheidl berichtet davon, dass der Ton deutlich schärfer wurde. Der Kabinettschef sei emotional geworden und habe sie eingeschüchtert. Die Bundesschulsprecherin habe sich "angegriffen" gefühlt.

Auf "Heute"-Anfrage schilderte das Bildungsressort eine andere Sachlage. Demnach sei die Bundesschülervertretung immer eingebunden gewesen. Die Vorwürfe Scheidls könne man nicht nachvollziehen. Es habe keine persönlichen Angriffe gegeben. Unstimmigkeiten zwischen einzelnen Personen sollten auf "einer persönlichen Ebene" adressiert werden, hieß es weiter.

Protestbild auf Ministerium projiziert

Die Schülerunion bleibt dennoch dabei, dass man nicht eingebunden wurde und antwortete mit einer Protestaktion. Ihre Botschaft projizierten sie direkt auf das Bildungsministerium. "Ohne Mitbestimmung? Keine Zustimmung!", hieß es dort. Damit wolle man sichtbar machen, "was sonst hinter verschlossenen Türen passiert".

Erneut gab man zu verstehen, dass das Bildungsministerium hier "komplett über die Köpfe der Schüler:innen hinweg" entschieden hätte. Auch die Vorwürfe Scheidls gegenüber dem Kabinettschef von Wiederkehr brachte man in einem Instagram-Posting erneut zum Ausdruck.

Als Schülervertretung stehe man hinter der Bundesschulsprecherin. "Die Stimme der Schüler:innen Österreichs muss gehört und beachtet werden", so die Stellungnahme der Schülerunion.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 05.04.2026, 08:02, 04.04.2026, 22:35
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