Weiterer Fall am Mittwoch

30 Erkrankte – Spital legt Legionellen-Bilanz offen

Der Legionellen-Ausbruch fordert die Ärzte in Linz: Allein im KUK wurden bereits 15 Betroffene versorgt. Sechs befinden sich noch in Behandlung.
Oberösterreich Heute
26.08.2026, 18:32
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Die tödliche Legionellen-Welle hält Linz weiter in Atem. Zuletzt waren wie berichtet 30 Erkrankte und drei Todesfälle bekannt. Wie stark der Ausbruch die Spitäler beschäftigt, zeigen nun neue Zahlen aus dem Kepler Universitätsklinikum.

Noch sechs Erkrankte in Behandlung

Insgesamt wurden dort bisher 15 Menschen mit einer nachgewiesenen Infektion behandelt. Vier von ihnen mussten intensivmedizinisch versorgt werden, elf kamen auf eine Normalstation. Sieben Betroffene konnten das Krankenhaus bereits wieder verlassen.

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Zwei Patienten starben im KUK im Zusammenhang mit der Infektion. Aktuell befinden sich noch sechs Erkrankte in Behandlung: fünf auf einer Normalstation, einer auf der Intensivstation.

Das musst du über Legionellen wissen

- Trinkwasser: Das Trinken von Leitungswasser ist unbedenklich. Die Bakterien werden durch das Einatmen feinster belasteter Wassertröpfchen übertragen.

- Keine direkte Ansteckung: Legionellen werden nicht von Mensch zu Mensch weitergegeben.

- Symptome: Hohes Fieber, Husten, Atembeschwerden, Durchfall, Kopf- und Gliederschmerzen sowie starkes Krankheitsgefühl.

- Risikogruppen: Besonders gefährdet sind ältere Menschen, Raucher sowie Personen mit Vorerkrankungen oder geschwächtem Immunsystem.

- Vorbeugung: Wasserleitungen regelmäßig verwenden und nach längerer Abwesenheit einige Minuten durchspülen.

- Im Ernstfall: Wer Beschwerden einer Lungenentzündung entwickelt, sollte frühzeitig ärztlichen Rat einholen.

"Konnten vielen Betroffenen helfen"

"Legionellen können insbesondere bei älteren Menschen sowie bei Personen mit Vorerkrankungen schwere Lungenentzündungen verursachen", warnt Infektiologie-Leiter Helmut Salzer. Für den Behandlungserfolg seien eine rasche Diagnose und der frühe Beginn einer gezielten Therapie entscheidend.

Die Teams seien seit Wochen stark gefordert. "Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter leisten hier hervorragende Arbeit und konnten bereits vielen Betroffenen erfolgreich helfen", betont Salzer. Die Suche nach der Quelle des Ausbruchs läuft unterdessen weiter.

Quelle noch immer unklar

Mittlerweile wurden drei Viertel der insgesamt 190 Wasserproben untersucht. In einer Probe aus einem Kühlturm entdeckten die Experten neben zahlreichen anderen Legionellen-Varianten auch den Subtyp Allentown. Genau dieser Subtyp wurde auch bei drei Erkrankten nachgewiesen.

Der Fund ist damit eine wichtige Spur – der endgültige Beweis, dass der Kühlturm tatsächlich die Infektionsquelle ist, fehlt aber weiterhin. Der Grund: Wegen der hohen Zahl unterschiedlicher Legionellen sind die aufwendigen genetischen Untersuchungen noch nicht abgeschlossen. Zusätzlich werden weitere mögliche Quellen kontrolliert.

{title && {title} } red, {title && {title} } 26.08.2026, 18:32