Die nächste Tropennacht steht bevor: Während draußen die Temperaturen kaum unter 20 Grad fallen, verwandeln sich viele Schlafzimmer in regelrechte Backöfen. Wer dann stundenlang wachliegt, greift oft zu altbekannten Tricks – doch nicht alle halten, was sie versprechen.
Was hilft also wirklich? Diese drei Methoden werden auch von Schlaf- und Hitzeforschern empfohlen.
Ein Ventilator senkt die Raumtemperatur nicht. Er sorgt lediglich dafür, dass Schweiß auf der Haut schneller verdunstet. Dadurch fühlt sich der Körper deutlich kühler an.
Noch effektiver kann der Luftzug werden, wenn eine Schüssel mit Eiswürfeln oder Kühlakkus vor den Ventilator gestellt wird. Die vorbeistreichende Luft wird dadurch leicht abgekühlt. Wunder sollte man allerdings nicht erwarten: Das Verfahren ersetzt keine Klimaanlage, kann die gefühlte Temperatur aber etwas angenehmer machen.
Viele machen genau diesen Fehler: Sie öffnen morgens die Fenster und lassen sie bis zum Abend geöffnet. Dadurch strömt jedoch ständig heiße Außenluft in die Wohnung.
Experten empfehlen stattdessen, nur dann intensiv zu lüften, wenn die Außenluft tatsächlich kühler ist als die Innenluft – meist in den frühen Morgenstunden oder spätabends. Tagsüber sollten Fenster geschlossen und mit Rollläden, Jalousien oder Vorhängen möglichst gut verschattet werden.
Der Tipp kursiert jedes Jahr aufs Neue: Bettlaken oder Leintuch leicht anfeuchten und damit schlafen. Tatsächlich kann die Verdunstung kurzfristig für Kühlung sorgen.
Schlafmediziner raten jedoch davon ab, das Bett richtig nass zu machen. Zu viel Feuchtigkeit kann als unangenehm empfunden werden und den Schlaf sogar verschlechtern. Sinnvoller ist ein leicht angefeuchtetes Tuch im Nacken oder auf den Unterarmen – oder atmungsaktive Bettwäsche aus Leinen oder Baumwolle, die Wärme besser ableitet als synthetische Stoffe.
Mindestens genauso wichtig wie die drei Tricks ist es, die Hitze gar nicht erst hereinzulassen. Elektrische Geräte, die unnötig Wärme erzeugen, sollten ausgeschaltet werden. Wer mehrere Räume hat, schläft im kühlsten Zimmer der Wohnung – auch wenn es nicht das eigentliche Schlafzimmer ist.