Wer jetzt Anfang Juni glaubt, für eine eigene Erdbeerernte sei es zu spät, liegt daneben. Auch wer den idealen Pflanzzeitpunkt im Spätsommer verpasst hat, kann heuer noch süße Früchte naschen – wenn die richtigen Sorten ins Beet kommen.
Viele Hobbygärtner denken, Erdbeeren brauchen ein Jahr Vorlauf. Doch bestimmte Sorten liefern schon wenige Wochen nach dem Einsetzen erste Früchte. Besonders geeignet sind sogenannte immertragende Erdbeeren. Sie bilden laufend neue Blüten – und damit den ganzen Sommer über frische Früchte.
Auch sogenannte Frigo-Pflanzen gelten als Geheimtipp für Ungeduldige. Dabei handelt es sich um gekühlte, wurzelnackte Erdbeerpflanzen im "Winterschlaf". Nach dem Einsetzen starten sie rasch durch – oft gibt es bereits nach acht bis zehn Wochen die erste Ernte.
Damit die Erdbeeren später richtig süß schmecken, zählt vor allem der Standort. Experten raten zu einem sonnigen und windgeschützten Platz – egal ob im Gartenbeet oder am Balkon. Viel Sonne sorgt für mehr Aroma in den Früchten.
Ebenso wichtig ist der Boden: Erde gut auflockern, Unkraut entfernen und etwas Kompost oder Hornspäne einarbeiten. So bekommen die Pflanzen ausreichend Nährstoffe für einen kräftigen Start.
Wer viele Erdbeeren ernten will, sollte auf genügend Abstand achten. Rund 25 bis 30 Zentimeter zwischen den Pflanzen helfen, dass Luft gut zirkulieren kann. Das senkt das Risiko für Pilzkrankheiten deutlich.
Wichtig ist auch die richtige Tiefe: Das Herz der Pflanze – dort, wo die Blätter wachsen – darf nicht unter der Erde verschwinden.
Ein kleines Garten-Hack kann später viel Ärger sparen: Eine Schicht Stroh unter den Pflanzen hält Erdbeeren trocken und sauber. Gerade nach Sommerregen schützt das zusätzlich vor Fäulnis.
Nach dem Einsetzen gilt: gut angießen. Noch besser klappt das Pflanzen an einem bedeckten Tag oder in den Abendstunden – so geraten die jungen Pflanzen weniger unter Stress.