7,42 Millionen Euro Schulden

44 Mitarbeiter ohne Gehalt: Traditionsfirma ist pleite

Die steirische Kaiser-Gesellschaft ist insolvent. 44 Mitarbeiter warten auf ihr Oktober-Gehalt, die Schulden belaufen sich auf 7,42 Millionen Euro.
03.11.2026, 22:18
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Die nächste Firmenpleite in Österreich: Über die Kaiser-Gesellschaft m.b.H. aus Deutschfeistritz wurde ein Konkursverfahren eröffnet. Das Unternehmen hatte selbst einen entsprechenden Antrag beim Landesgericht für Zivilrechtssachen Graz gestellt.

Der 1973 gegründete Betrieb ist auf die Herstellung von Betonmischanlagen für die Transportbeton- und Fertigteilindustrie spezialisiert. Nun steht das Unternehmen vor dem Aus. Eine Sanierung oder Fortführung ist laut Gläubigerschutzverband Creditreform nicht geplant.

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Zwei Kriege setzten Firma massiv zu

Die wirtschaftlichen Probleme begannen laut Konkursantrag mit dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Stark gestiegene Materialpreise und Produktionskosten führten dazu, dass große Aufträge in den Jahren 2023 und 2024 nur mit Verlust abgeschlossen werden konnten.

Dadurch rutschte das Unternehmen ins negative Eigenkapital. Gleichzeitig wurde es schwieriger, bei Ausschreibungen die erforderliche Liquidität nachzuweisen. Wichtige neue Aufträge blieben aus.

Der Iran-Krieg verschärfte die Situation zusätzlich. Steigende Kosten und sinkende Gewinnspannen belasteten den Betrieb weiter.

Investor springt ab, Bank sperrt Kreditrahmen

Eine geplante Beteiligung durch einen Investor sollte dem Unternehmen helfen. Doch zunächst wurde das Vorhaben verschoben, im Oktober 2026 schließlich überraschend beendet.

Danach sperrte die hauptfinanzierende Bank den Betriebsmittelrahmen. Laut Konkursantrag konnten deshalb wichtige Projekte nicht mehr fertiggestellt und laufende Rechnungen nicht mehr bezahlt werden.

44 Mitarbeiter warten auf ihr Geld

Besonders bitter ist die Situation für die Belegschaft: Die 44 Mitarbeiter haben ihre Löhne und Gehälter für Oktober 2026 nicht erhalten.

Die finanziellen Dimensionen sind beträchtlich. Laut Creditreform stehen Verbindlichkeiten von rund 7,42 Millionen Euro einem Vermögen von etwa 3,88 Millionen Euro gegenüber.

Eine Rettung des Unternehmens ist nicht vorgesehen. Lediglich Projekte, die kurz vor dem Abschluss stehen, sollen laut Konkursantrag noch fertiggestellt werden.

tmw, 03.11.2026, 22:18
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