Die Spritpreisbremse geht in die Verlängerung! Wie angekündigt, führt die Bundesregierung die bestehende Regelung um einen weiteren Monat fort. Damit bleibt die Entlastung für Autofahrer in Österreich bis zum 30. November 2026 aufrecht. An der Höhe der Unterstützung ändert sich nichts.
Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP) betont: "Die Spritpreisbremse hilft dabei, die Auswirkungen hoher internationaler Energiepreise auf Haushalte und Betriebe abzufedern." Die Regierung wolle damit weiterhin für eine Entlastung von rund 12 Cent pro Liter sorgen.
Die Spritpreisbremse setzt sich aus zwei Maßnahmen zusammen. Einerseits wird die Mineralölsteuer um 6,7 Cent pro Liter gesenkt. Andererseits werden die Gewinnmargen bei den betroffenen Mineralölunternehmen um 3,5 Cent pro Liter begrenzt.
Unter Berücksichtigung der Umsatzsteuer ergibt sich daraus eine rechnerische Entlastung von rund 12 Cent pro Liter Benzin und Diesel. Für Autofahrer bedeutet das konkret: Bei einer 50-Liter-Tankfüllung macht die Entlastung rund sechs Euro aus. Wer viermal im Monat jeweils 50 Liter tankt, spart rechnerisch rund 24 Euro.
Die Maßnahme soll aber nicht nur die Geldbörsen der Autofahrer schonen, sondern auch die Teuerung eindämmen. Laut Regierung kann eine Senkung der Treibstoffpreise um zehn Cent pro Liter die Inflationsrate um rund 0,2 Prozentpunkte reduzieren.
Staatssekretärin Michaela Schmidt (SPÖ) verweist auf die zuletzt bekannt gewordenen massiven Gewinnsteigerungen europäischer Ölkonzerne. Diese würden zeigen, dass die Einführung der Spritpreisbremse der richtige Schritt gewesen sei.
Auch NEOS-Energiesprecherin Karin Doppelbauer begrüßt die Verlängerung. Die Regierung reagiere damit auf die durch den Krieg im Nahen Osten gestiegenen Spritpreise. Gleichzeitig warnt sie davor, die Gewinnmargen der Mineralölunternehmen dauerhaft zu begrenzen. Besonders kleinere Tankstellen könnten dadurch unter Druck geraten.
Fix ist: Die Spritpreisbremse bleibt bis 30. November 2026 in Kraft. Ob die Entlastung danach erneut verlängert wird, ist derzeit offen.
Die Regierung will die internationalen Energiepreise und die Versorgungssicherheit weiterhin genau beobachten. Für Autofahrer bleibt die Ersparnis von rund zwölf Cent pro Liter damit zumindest einen weiteren Monat bestehen.