Die Spritpreisbremse neu schlägt an den Zapfsäulen tatsächlich durch: Demnach verbilligten sich Diesel und Benzin seit Einführung am 1. Oktober um jeweils rund 12 Cent. Besonders im europäischen Wochenvergleich gingen die Preise hierzulande überdurchschnittlich stark zurück, wie Daten der Europäischen Kommission belegen.
Die Rechnung im Detail: Bei Diesel verzeichnete Österreich in der Woche von 28. September bis 5. Oktober ein kräftiges Minus beim Brutto-Preis (also inklusive Steuern und Abgaben) von 5,36 Prozent. Damit sanken die Preise hierzulande deutlich stärker als im Schnitt der Eurozone (–3,01 Prozent) und der gesamten EU (–3,96 Prozent).
Auch im Vergleich zu Nachbarländern wie Italien (–3,28 Prozent) oder Slowenien (–1,47 Prozent) gab der Dieselpreis in Österreich spürbar kräftiger nach; einzig Deutschland (–7,51 Prozent) und Tschechien (–5,97 Prozent) schafften ein noch deutlicheres Minus.
Insgesamt verbilligte sich der Liter Diesel seit Beginn der Bremse mit Anfang Oktober um 12,1 Cent. Und: Lag der heimische Dieselpreis am 28. September noch um 2,2 Cent über dem EU-Schnitt, notierte er zum Stichtag 5. Oktober um 1,1 Cent darunter.
Ein ähnliches Bild zeigt sich bei Superbenzin: Mit einem Rückgang von 6,08 Prozent innerhalb einer Woche fiel das Minus in Österreich fast doppelt so hoch aus wie im Schnitt der Eurozone (–3,65 Prozent) und lag klar über dem EU-27-Schnitt (–4,63 Prozent).
Während die Preise in Reiseländern wie Kroatien (+1,01 Prozent) oder Slowenien (+1,06 Prozent) zuletzt sogar leicht anzogen, verbilligte sich Benzin in Österreich fast so stark wie in Deutschland (–6,35 Prozent).
Seit Einführung der Preisbremse sanken die Preise für Superbenzin an Österreichs Zapfsäulen im Schnitt um 11,9 Cent je Liter. Zum Stichtag 5. Oktober lag der heimische Durchschnittspreis zudem um 16,9 Cent unter dem EU-Mittelwert.
Dieser Preisrückgang spiegelt sich im EU-Ranking wider. Bei den Nettopreisen ohne Steuern und Abgaben verbesserte sich Österreich bei Super in einer Woche um vier Ränge und belegte mit Stichtag 5. Oktober mit 0,984 Euro je Liter Platz 5 der günstigsten EU-Länder. Bei Diesel schafften wir mit 1,306 Euro pro Liter Platz 12. Damit haben wir zwei Plätze gutgemacht.
Betrachtet man die Bruttopreise an der Zapfsäule, also Preise inklusive Abgaben und Steuern, lag Österreich bei Benzin zuletzt mit 1,837 Euro auf Rang 9, bei Diesel (2,138 Euro) auf Platz 16 der günstigsten EU-Länder. In 15 Ländern ist also Diesel günstiger als bei uns.
Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer sieht durch die Zahlen den Regierungskurs bestätigt: "Entscheidend ist, dass wir Pendlerinnen und Pendler und alle, die auf ihr Auto angewiesen sind, entlasten. Die aktuellen Zahlen zeigen, dass unsere Maßnahmen wirken. Das ist eine gute Nachricht für genau diese Menschen."