Noch vor ein paar Jahren hätte man beim Wort "Säure" die Stirn gerunzelt. Heute? Wird sie täglich freiwillig ins Gesicht geschmiert?
Acids sind die Stars der modernen Hautpflege. Von Glykolsäure bis Hyaluron: Sie peelen, glätten, klären und verjüngen. Aber nur wenn man weiß, welche Säure für welchen Hauttyp gedacht ist.
Man kann sie "pur" von Marken wie "The Ordinary" oder "Inkey List" bestellen und mit Cremen und Seren mixen oder Produkte mit verschiedenen Säuren abgestimmt, verwenden.
Fruchtsäuren sind der kleine Turbo unter den Peelings. Sie lösen abgestorbene Hautzellen, reinigen die Poren und bringen den Teint zum Strahlen. Glykolsäure lässt Poren sichtbar kleiner wirken und hilft, feine Linien zu glätten.
Ideal für: normale bis fettige Haut, die müde oder uneben wirkt.
Nicht kombinieren mit: Retinol oder Vitamin C am selben Abend. Es können Reizungen entstehen.
Wem Glykolsäure zu stark ist, greift zu Milchsäure. Sie peelt sanft, spendet zugleich Feuchtigkeit und ist damit perfekt für empfindliche Haut. Regelmäßig angewendet, wirkt sie wie ein Filter: weiche Haut, feinere Textur, weniger Schuppen.
Ideal für: trockene, empfindliche oder reifere Haut.
Nicht mit anderen AHA- oder BHA-Produkten gleichzeitig kombinieren.
Die Retterin bei Mitessern und Unreinheiten. Salicylsäure dringt tief in die Poren ein, löst überschüssigen Talg und tötet Bakterien. Die Pickel trocknen schneller aus, die Poren wirken feiner – der Teint wirkt klarer.
Ideal für: fettige, zu Akne neigende Haut.
Nicht kombinieren mit Retinol, da beide die Haut exfolieren und reizen könnten.
Hyaluronsäure bindet Wasser wie ein Schwamm und polstert die Haut auf. Das merkt man dann sofort, denn sie lässt sie von innen her frisch wirken. Es ist allerdings wichtig, Hyaluronsäure auf feuchte Haut aufzutragen und anschließend mit einer Creme zu versiegeln, sonst verschwindet die Feuchtigkeit wieder.
Ideal für: jeden Hauttyp
Kombinierbar mit: fast allem! Besonders gut mit Retinol oder Vitamin C.
Ein Geheimtipp der Beauty-Profis: Azelaic Acid wirkt antibakteriell, hellt den Teint auf und beruhigt. Damit kann man idealerweise Rötungen, Rosazea oder hartnäckige Pickelmale bekämpfen.
Ideal für sensible, gerötete oder unruhige Haut.
Nicht kombinieren mit starken Peelings oder Retinol am selben Tag.
Vitamin C gehört zur Skincare wie Espresso zum Morgen. Warum? Sie schützt vor freien Radikalen, kurbelt die Kollagenproduktion an und hellt dunkle Flecken auf. Das Ergebnis: frischer, ebenmäßiger, wacher Teint.
Ideal für: fahle, gestresste oder zu Pigmentflecken neigende Haut.
Nicht kombinieren mit: Niacinamid oder AHA/BHA zum selben Zeitpunkt.