Ermittlungen ausgeweitet

Tote in Stade: Mutter und Patentante unter Mordverdacht

Nach der Bluttat in Stade wird gegen drei Tatverdächtige ermittelt. Neben dem Schützen stehen die Mutter des Babys und die Patentante im Visier.
Newsdesk Heute
03.07.2026, 17:51
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Nach der tödlichen Gewalttat in Stade mit sechs Todesopfern weiten die Ermittler ihre Untersuchungen aus. Neben dem mutmaßlichen Schützen wird nun auch gegen zwei Frauen wegen des Verdachts des Mordes ermittelt.

Wie die Staatsanwaltschaft Stade auf Anfrage der "Bild" mitteilte, richtet sich das Ermittlungsverfahren gegen den mutmaßlichen Täter Fatih G., die Mutter eines drei Monate alten Babys sowie dessen Patentante. Gegen Fatih G. wurde bereits Haftbefehl erlassen.

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"Das Ermittlungsverfahren wird gegen alle drei Tatverdächtigen wegen des Tatvorwurfs des Mordes geführt. Ob und welcher Tatvorwurf angeklagt wird, kann erst nach Abschluss der Ermittlungen entschieden werden. Die Tatbeteiligung der beiden Frauen sowie die konkreten Abläufe und Hintergründe sind u.a. Gegenstand der laufenden Ermittlungen", erklärte die Staatsanwaltschaft Stade gegenüber BILD.

Verbindung zu SPD-Politiker

Bei der 65-jährigen Fahrerin des Fluchtwagens handelt es sich nach Angaben mehrerer Medien um die Schwiegermutter des niedersächsischen Landesbeauftragten für Migration und Teilhabe, Deniz Kurku.

Der SPD-Politiker erklärte über einen Rechtsanwalt: "Unmittelbar nachdem ich aufgrund von Medienberichten von der Betroffenheit meiner Schwiegermutter Kenntnis erhalten hatte, habe ich dieses den Ermittlungsbehörden und weiteren Stellen in meinem beruflichen Umfeld mitgeteilt."

Zugleich sprach Kurku den Betroffenen sein Mitgefühl aus: "Meine Gedanken sind bei den Opfern, ihren Angehörigen, den ihnen nahestehenden Personen und all jenen, die diese schreckliche Tat miterleben mussten."

Rückendeckung erhielt Kurku von der SPD-Fraktion im niedersächsischen Landtag. Fraktionschef Stefan Politze betonte, der Abgeordnete stehe in keinem Zusammenhang mit der Tat.

Kurku habe klargemacht, dass er keine Kenntnis von den Vorgängen gehabt habe und die familiäre Verbindung offengelegt. "Daraus erwächst weder eine politische noch eine persönliche Verantwortung für Handlungen anderer", sagte Politze. Zudem bezeichnete er Kurku als einen "höchst angesehener" und "außerordentlich engagierter" Abgeordneten.

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