Noch gut zwei Wochen bis zu den Sommerferien – aber für den Herbst zeichnen sich schon wieder Engpässe beim Lehrpersonal ab.
Mit Montag, dem 27. April, startete die Hauptausschreibung für Lehrkräfte für das kommende Schuljahr. Laut der Bewerbungsplattform des Bildungsministeriums sollen mehr als 6.200 Stellen besetzt werden. Damit liegt der Bedarf in etwa auf dem Niveau des Vorjahres.
Die Bewerbungsfrist läuft bis 8. Mai. Wer als Quereinsteiger in den Schulbetrieb will, braucht dafür bereits eine abgeschlossene Zertifizierung.
Am stärksten gesucht wird an allgemeinbildenden Pflichtschulen. Dazu zählen Volksschulen, Mittelschulen, Sonderschulen und Polytechnische Schulen. Dort sind rund 3.300 Stellen ausgeschrieben. An AHS und berufsbildenden mittleren und höheren Schulen sind es rund 2.900 Jobs.
Den größten Bedarf gibt es in Wien: Hier werden rund 2.100 Lehrer gesucht. Dahinter folgen Niederösterreich und Oberösterreich mit jeweils 900 offenen Stellen. Tirol braucht 700 neue Lehrer, Vorarlberg und die Steiermark jeweils rund 500. In Salzburg sind 400 Stellen offen, in Kärnten 200, im Burgenland 100.
Das Bildungssystem ist einer der größten Arbeitgeber des Landes. Rund 120.000 Lehrer arbeiten an etwa 6.000 Schulen.
Zusätzlich zur großen Hauptausschreibung werden auch während des Schuljahres immer wieder Jobs nachbesetzt – etwa bei Karenzen, Krankenständen oder Versetzungen.