Auch wenn die Grönländer davon nichts wissen wollen und es sich um einen Angriff auf einen NATO-Verbündeten handeln würde: US-Präsident Donald Trump bleibt dabei und will sich die größte Insel der Welt einverleiben – notfalls mit Gewalt. Es wurde sogar schon darüber spekuliert, jedem Einwohner Grönlands für seine Zustimmung eine sechsstellige Summe zu zahlen.
Aber sind das alles nur leere Drohungen? Ein Ablenkungsmanöver von den Epstein-Akten? Oder würde Trump wirklich einem Verbündeten den Krieg erklären? Das Meinungsforschungsinstitut OGM hat für "BLICKWECHSEL. Das Nachrichtenmagazin" (So. 21.15 Uhr auf ServusTV) die Österreicher dazu befragt.
Das Ergebnis ist besorgniserregend. Mehr als die Hälfte traut Donald Trump zu, einfach mit US-Truppen in Grönland einzumarschieren, sollte der Kauf fehlschlagen. Weitere 15 Prozent vermuten aber, dass es gar nicht so weit kommen wird. Trump werde wohl ein Angebot unterbreiten, das sie nicht ablehnen können.
Nur neun Prozent sind Optimisten und glauben, dass EU und NATO ausreichend vor anderen Großmächten schützen können. 15 Prozent wiederum denken, die ganze Diskussion sei nur Großsprecherei, es werde sich letztlich nichts ändern.
Je nach Wählerschaft zeigen sich aber noch große Unterschiede. Während bei den Grün- und Neos-Wählern 80 bzw. 71 Prozent an einen US-Einmarsch glauben, sind es bei ÖVP und SPÖ 55 bzw. 56 Prozent, aber bei der FPÖ nur 44 Prozent.
Am meisten Vertrauen in den Schutz durch die EU haben ÖVP- und SPÖ-Wähler. Dass es ein großzügiges finanzielles Angebot und eine friedliche Übernahme geben wird, glauben FPÖ-Wähler übermäßig häufig (25 Prozent). Bei den anderen Parteien liegt dieser Wert nur zwischen drei und acht Prozent.