Das Jahr 2026 hat gefühlt kaum angefangen, da ist der meteorologische Frühling schon da. Hasel und Erle sind schon unterwegs – und mit ihnen kommen für viele die typischen Allergie-Beschwerden. Schon Anfang Februar hat Roxane Guillod, die Leiterin für Fachdienstleistungen vom Allergiezentrum Schweiz, Betroffene gewarnt: "Wer auf Hasel- und Erlenpollen allergisch reagiert, sollte nicht zögern und jetzt mit der Einnahme der verordneten Medikamente, meist Antihistaminika, beginnen."
Neben diesem ersten Rat gibt es noch weitere einfache Maßnahmen, die dir helfen, Pollen fernzuhalten und die Symptome zu lindern. Guillods Kollegin, Noemi Beuret, hat die neun wirksamsten Tipps für den Alltag zusammengestellt – zusätzlich zu Medikamenten.
Wie stark welche Pollen gerade fliegen, erfährst du etwa auf polleninformation.at. Auch die Wetterdienste bieten laufend Infos. Noch praktischer: Mit der App "Pollen+ App" hast du die aktuellen Pollendaten direkt am Handy.
Eine Sonnenbrille – oder auch eine normale Brille – schützt deine Augen vor den lästigen Pollen. Die Gläser wirken wie ein Schild und verhindern, dass die Pollen direkt auf deine Schleimhäute treffen. So kannst du Rötungen und Juckreiz oft vermeiden.
"Getragene Kleidung sollte immer außerhalb vom Schlafzimmer ausgezogen und abgelegt werden", erklärt Beuret. Pollen haften nämlich hartnäckig an den Stoffen. Wenn du die Sachen in einem anderen Raum lagerst, bleibt das Schlafzimmer möglichst pollenfrei und du kannst besser schlafen.
Nicht nur die Kleidung, auch die Haare nehmen Pollen auf. Darum heißt es nach dem Heimkommen: Ab unter die Dusche! "Mit dem täglichen Waschen können die darin verfangenen Pollen entfernt werden." So landen sie nicht auf Polster oder Bettwäsche und quälen dich auch nachts nicht mehr.
"Damit die Luft in der Wohnung sauber bleibt, sollte man während starkem Pollenflug möglichst wenig oder nur kurz lüften", sagt die Expertin. Nach längeren Regenfällen – mindestens 30 Minuten – ist die Luft meist pollenärmer, dann kannst du ruhig länger lüften. Pollenschutzgitter an den Fenstern helfen zusätzlich, Pollen draußen zu halten.
Auch in den eigenen vier Wänden solltest du auf Sauberkeit achten: "Während der Pollensaison sollte man ein- bis zweimal pro Woche staubsaugen, am besten mit einem Gerät mit Hepa-Filter, damit die Allergene im Staubsauger bleiben." Böden am besten feucht aufwischen. Ein Luftreiniger kann die Pollenbelastung in Innenräumen deutlich senken.
"Die Nase leidet mitunter am meisten während der Pollensaison. Deshalb sollte man sie morgens und abends mit Meerwasserspray oder einer Kochsalzlösung ausspülen. So können die Schleimhäute gut von den Pollen gereinigt werden." Nasenduschen gibt es in der Apotheke und im Handel – sie helfen, die Nase gründlich zu säubern.
Wichtig dabei: Immer auf Hygiene achten! Sonst riskierst du Infektionen.
Während der Pollensaison solltest du deine Wäsche drinnen aufhängen. "In feuchter Wäsche verfangen sich die Pollen schnell, deshalb sollte diese im Inneren der Wohnung oder des Hauses zum Trocknen aufgehängt werden", sagt die Fachfrau.
Während der Pollensaison sind die Schleimhäute besonders empfindlich. "Zigaretten, auch beim Passivrauchen, sind ein Trigger: Wegen der Reizung der Atemwege durch den Rauch reagiert man heftiger auf die Pollen." Also: Am besten Rauch und Zigaretten meiden – das hilft nicht nur den Allergien.