Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) will am Dienstag ab 11 Uhr Nägel mit Köpfen machen. Am Ballhausplatz findet ein Reformgipfel statt, an dem neben der Regierungsspitze u.a. Landeshauptleute- Chef Mattle sowie die Präsidenten von Städte- und Gemeindebund teilnehmen. "Heute" hat erste Details.
Hier stockten die Verhandlungen bisher, hinter den Kulissen wird der zuständigen Ministerin Schumann (SP) Reformunwilligkeit vorgeworfen. Auf Mini-Verbesserungen hat man sich aber geeinigt, erfuhr "Heute". So plant man etwa, die überlaufenen Spitalsambulanzen zu entlasten.
Geht es nicht um Leben und Tod, soll künftig vor einem Spitalsbesuch eine Ersteinschätzung via Hotline 1450 eingeholt werden. Darüber hinaus soll verstärkt Online-Medizin zum Einsatz kommen und mehr von niedergelassenen Ärzten abgedeckt werden. Primärversorgungseinheiten werden ausgebaut.
Wer einen Wahlarzt konsultiert, muss vorab eine Kosten-Auskunft erhalten.
Ein gemeinsames Beschaffungswesen (etwa von Medikamenten) können sich alle vorstellen, einige Länder – etwa das Burgenland – wollen aber die Hand nicht von ihren Krankenhäusern geben, da sie Schließungen befürchten.
Christian Stocker zu "Heute": "Es geht nicht nur um Veränderungen, sondern um konkrete Verbesserungen für die Menschen."