Ein türkischsprachiger Animationsfilm über die Geburt des Propheten Mohammed sorgt derzeit in Österreich für politische Aufregung. Der Film "571 Rahmet Peygamberi Hz. Muhammed" läuft aktuell in heimischen Kinos – freigegeben ist er ab acht Jahren.
Das Werk erzählt die Geschichte rund um die Geburt des Propheten Mohammed und wird laut Beschreibung "respektvoll und eindrucksvoll" als aufwendig produzierter Animationsfilm präsentiert. Gezeigt wird der Film auf Türkisch mit deutschen Untertiteln – auch in großen Kinoketten.
Scharfe Kritik kommt nun von FPÖ-Bundesparteisprecherin Lisa Schuch-Gubik. Für die Nationalratsabgeordnete geht der Film weit über harmlose Unterhaltung hinaus. "Islamistische Indoktrination von Kindern hat in Österreichs Kinos nichts verloren", erklärte Schuch-Gubik in einer Aussendung.
Besonders problematisch seien laut FPÖ religiöse Botschaften und kämpferische Szenen mit Kindern. Schuch-Gubik kritisiert dabei unter anderem Aussagen wie "Allahu Akbar – es gibt keinen Gott außer Allah".
Die FPÖ-Politikerin zeigt sich vor allem darüber empört, dass der Film bereits für Kinder ab acht Jahren freigegeben wurde und mit deutschen Untertiteln gezielt auch ein junges Publikum in Österreich anspreche. "Während unsere eigenen kulturellen Werte zunehmend verdrängt werden, wird Kindern in Österreich religiöser Absolutheitsanspruch präsentiert", so Schuch-Gubik.
In ihrer Kritik verweist die FPÖ zudem auf eine kürzlich veröffentlichte Studie über muslimische Jugendliche in Österreich. Laut Schuch-Gubik würden darin 41 Prozent der Befragten angeben, religiöse Vorschriften stünden über österreichischen Gesetzen. Außerdem hätten 46 Prozent erklärt, man müsse bereit sein, "für den Glauben zu kämpfen und zu sterben".
Die Freiheitlichen sehen nun auch SPÖ-Kultur- und Medienminister Andreas Babler in der Pflicht. Dieser müsse sich klar positionieren und handeln. "Der Schutz unserer Kinder und unserer Werte muss endlich oberste Priorität haben", betonte Schuch-Gubik abschließend.