Dabei ist Wienerin Christin

Pater Karl: "Mädchen setzen aus Angst Kopftuch auf"

Damit sie in Wien in Ruhe gelassen und nicht zum Übertritt zum Islam bekehrt wird, trägt eine Bekannte mittlerweile Kopftuch, so Pater Karl.
Newsdesk Heute
05.05.2026, 18:58
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In Wiens Pflichtschulen stellen Muslime mittlerweile beinahe schon eine absolute Mehrheit (49,4 Prozent) dar – es wurde ein weiterer Anstieg im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet. Der Fall eines Wiener Schülers, der als einziger Christ in seiner Klasse von Mitschülern als "Schwein" bezeichnet wurde, sorgte in der Fastenzeit für eine hitzige mediale Debatte. Nach dem "Heute"-Bericht über den Vorfall äußerte sich im großen "Backstage"-Talk auch Pater Karl im Interview – und findet deutliche Worte.

"Da kenne ich noch viel schlimmere Berichte", sagt der Generaldirektor von Missio Austria auf die Frage, ob Christen in Österreich zur Minderheit werden könnten. Dass christliche Schüler unter Druck geraten, sei für ihn keine Ausnahme: "aber dass eben systematisch Christen dann als Schweinefleischfresser bezeichnet werden. Also das kommt einfach vor."

Video: Das Interview mit Pater Karl

Pater Karl spricht von einer Entwicklung, die man nicht ausblenden dürfe. "Das ist eine Realität, die wir haben", sagt er. Christen sollten zwar grundsätzlich offen gegenüber Menschen sein, die nach Österreich zuwandern – aber nicht beliebig. "Wir sollen ihnen zeigen, dass wir sie aufnehmen, weil wir Christen sind und weil wir christliche, humane Werte bei uns entwickelt haben."

Pater Karl kenne etwa den Fall eines Mädchens, das sich aus Angst Kopftuch trägt: "Ich weiß von einem Sohn einer Freundin, deren Tochter sich das Kopftuch aufsetzt, damit sie in Ruhe gelassen wird. Sonst wird sie zur Konversion überredet."

"DAS finde ich tragisch ..."

Im "Heute"-Interview übt Pater Karl auch Kritik am Umgang mit Religion. "Uns ist es wurscht, welche Religion jeder hat. Bei den Muslimen ist es anders. Die wollen, dass alle Muslime werden", sagt er.

Christen hätten das einst "auch gemacht". Nun müssten sie laut dem Ordensgeistlichen aber wieder stärker für ihren Glauben einstehen. "Und ich glaube auch, dass eine totale Wahrheit im Christentum steckt", so Pater Karl. Was ihm heute fehle, sei "dieses Missionarische, dass wir andere für den Glauben an den Erlöser und Retter Jesus Christus gewinnen wollen. Und das finde ich tragisch." Er spart auch nicht mit Selbstkritik an der römisch-katholischen Kirche: "Oft den Eindruck, sind woker Diskutierverein geworden."

Kreuz soll bleiben

Auch zur immer wiederkehrenden Kreuz-Debatte an Schulen hat Pater Karl eine klare Meinung. Auf die Frage, ob Kreuze in Klassen weiterhin hängen bleiben sollen, obwohl Christen in Wiens Pflichtschulen mittlerweile in der Minderheit seien, antwortet er: "Absolut, ja. Also schon aus persönlichen Gründen."

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