"Runner's Itch"

Allergisch? Warum die Beine beim Joggen brennen

Viele glauben an Allergie oder ein Hautproblem. Doch der "Runner’s Itch" ist meist nur ein typischer Anfänger-Effekt und lässt sich austricksen.
Heute Life
11.02.2026, 08:41
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Du schnürst die Laufschuhe, bist gut drauf, läufst die ersten Meter – und nach wenigen Minuten fängt es an: Die Haut juckt, brennt oder kribbelt, als würde sie von innen attackiert. Besonders häufig trifft es die Beine, manchmal aber auch Bauch, Arme oder Rücken. Dieses unangenehme Gefühl hat einen Namen: Runner’s Itch.

Runner's Itch, oft als Nadelstiche oder starkes Kribbeln auf der Haut beschrieben, ist ein häufiges, meist harmloses Phänomen, das besonders beim Laufen oder intensiven Cardio-Training auftritt. Es fühlt sich oft an wie kleine Nadelstiche oder als ob Ameisen über die Beine laufen, besonders an den Oberschenkeln. Medizinisch ist das Phänomen harmlos, kann aber so intensiv sein, dass Betroffene das Training abbrechen möchten. Es tritt meist bei Laufanfängern oder nach längeren Trainingspausen auf.

Warum juckt die Haut beim Laufen?

Die Ursache liegt im Kreislauf. Beim Laufen benötigt der Körper mehr Sauerstoff. Kleine Kapillaren in der Haut und den Muskeln weiten sich schnell, um den Blutfluss zu erhöhen. Diese plötzliche Erweiterung stimuliert umliegende Nervenenden, was das Gehirn als Jucken oder Nadelstiche interpretiert. Zusätzlich können Histamine freigesetzt werden, Botenstoffe, die auch bei allergischen Reaktionen eine Rolle spielen. Das verstärkt das juckende Gefühl weiter.

Wer ist besonders betroffen?

Runner’s Itch tritt vor allem auf bei:

  • Laufanfängern
  • Wiedereinsteigern nach Trainingspausen
  • Menschen mit trockener oder empfindlicher Haut
  • kaltem oder sehr trockenem Wetter

Auch enge Kleidung oder scheuernde Stoffe können das Problem verstärken.

Ist es gefährlich?

Nein. Runner’s Itch ist unangenehm, aber ungefährlich. In der Regel verschwindet der Juckreiz nach einigen Wochen von selbst, sobald sich der Körper an die regelmäßige Belastung angepasst hat.

Runner’s Itch vermeiden – die besten Tricks

  • Langsam einlaufen: Nicht direkt losballern – lieber 5 Minuten zügig gehen oder locker anlaufen. Das hilft dem Kreislauf beim Hochfahren.
  • Regelmäßiges Training: Je konstanter, desto seltener tritt Runner’s Itch auf
  • Feuchtigkeitspflege: Gut eingecremte Haut reagiert weniger empfindlich
  • Atmungsaktive Kleidung: Vermeidet Reibung und Hitzestau
  • Nicht kratzen: Das verstärkt die Reizung nur weiter
  • Warm halten bei Kälte: Bei kaltem Wetter juckt es öfter. Leggings, lange Socken oder ein leichter Windschutz können helfen.
  • Medikamente: Antihistaminika können in hartnäckigen Fällen helfen, sollten aber nur nach Rücksprache mit einem Arzt eingenommen werden.

Wann zum Arzt?

Hält der Juckreiz lange an, tritt zusammen mit Quaddeln, Atemnot oder Schwindel auf oder kommt es zu starken Hautreaktionen, sollte eine medizinische Abklärung erfolgen. In seltenen Fällen kann eine belastungsinduzierte Nesselsucht oder eine andere Hauterkrankung dahinterstecken.

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