Mehr Arbeitslose

AMS-Chefin hat absolut düstere Prognose für alle

Negative Prognose: Eigentlich hoffte man auf einen Aufschwung. Jetzt erwartet das AMS in Niederösterreich nun doch mehr Arbeitslose im Jahr 2026.
Österreich Heute
29.04.2026, 17:47
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Die Hoffnung auf Entspannung am Arbeitsmarkt hat sich zerschlagen: Das AMS Niederösterreich muss seine Prognose für das heurige Jahr nach unten korrigieren. Wurden zu Jahresbeginn noch sinkende Arbeitslosenzahlen erwartet, ist nun das Gegenteil der Fall.

Grund dafür ist die schwächelnde Wirtschaft. Die Erholung kommt nicht in Schwung, Prognosen wurden zuletzt deutlich nach unten angepasst. "Die Vorzeichen haben sich umgekehrt", heißt es dazu laut ORF. "Die Arbeitslosigkeit wird steigen."

Besonders betroffen sind laut AMS Europa, Österreich und auch Niederösterreich. Im Bundesland selbst zeigt sich die Entwicklung zeitverzögert. Während andere Regionen bereits im Vorjahr einen deutlichen Anstieg bei den Arbeitslosen verzeichneten, blieb Niederösterreich zunächst stabil. "Wir haben im ersten Halbjahr uns noch gut gehalten und den geringsten Anstieg der Arbeitslosenzahlen gehabt", erklärt AMS-Landesgeschäftsführerin Sandra Kern im ORF.

Jetzt holt die Entwicklung das Bundesland ein. "Niederösterreich muss heuer leider noch mit steigenden Zahlen für das ganze Jahr rechnen", so Kern weiter.

Schlimm betroffen: Handel, Industrie, Bau

Als Gründe nennt das AMS neben geopolitischen Krisen auch die wirtschaftliche Lage im Land selbst. Besonders in Handel, Industrie und Bauwesen gehen seit Herbst vermehrt Jobs verloren, weil die Nachfrage schwach ist.

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Trotzdem gibt es auch Bereiche mit Chancen. Vor allem Fachkräfte mit Lehrabschluss werden weiterhin gesucht. Viele Angehörige der sogenannten Babyboomer-Generation gehen aktuell in Pension, besonders im handwerklich-technischen Bereich. Gleichzeitig rücken weniger junge Menschen mit dieser Ausbildung nach.

Das zeigt sich auch bei den offenen Stellen: Im ersten Quartal meldeten Betriebe in Niederösterreich 23.250 freie Jobs - ein Plus von 1,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Rund 60 Prozent dieser Stellen erfordern zumindest einen Lehrabschluss.

Gute Aussichten gibt es außerdem im Gesundheits- und Sozialbereich, in der Gastronomie, in der öffentlichen Verwaltung sowie bei klimarelevanten Berufen. Das AMS setzt dabei verstärkt auf Vermittlung und Ausbildung. "Unser Ziel ist, den Aufbau der Langzeitarbeitslosigkeit weiter bestmöglich zu bremsen", betont Kern.

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