Eigentlich war es erst für Mittwoch erwartet worden! Apple hat allerdings schon am Montag (26. Oktober) per Aussendung überraschend die achte Generation seines iPad mini angekündigt. Das kompakte Tablet erhält erstmals einen OLED-Bildschirm, einen leistungsfähigeren Prozessor und ein deutlich schlankeres Gehäuse.
Hinzu kommen verbesserte Kameras, schnellere Funkverbindungen und Schutz vor Wasser und Staub. Apple spricht vom bisher größten Update der Modellreihe. In Österreich startet das neue iPad mini bei 749 Euro, das sind 150 Euro mehr als beim Vorgänger zum Marktstart 2024.
Eine der auffälligsten Änderungen betrifft das Display. Statt der bisherigen LCD-Technik setzt Apple erstmals auf OLED, die Bildschirmdiagonale wächst von 8,3 auf 8,5 Zoll. Aufgrund der schmäleren Ränder bleiben die Außenmaße allerdings nahezu unverändert.
Das neue Super Retina XDR Display ermöglicht tiefere Schwarztöne und höhere Kontraste. Bei HDR-Inhalten erreicht es laut Apple eine Spitzenhelligkeit von bis zu 1.200 Nits, mehr als doppelt so viel wie der Vorgänger. Gegen störende Spiegelungen bietet Apple optional eine Variante mit Nanotexturglas an, allerdings nur bei Modellen mit mindestens 256 GB Speicher.
Deutlich abgespeckt hat Apple das Gehäuse: Mit 5,4 statt bisher 6,3 Millimetern ist das neue iPad mini fast einen Millimeter dünner. Das Gewicht der WLAN-Version sinkt von 293 auf 255 Gramm. Erstmals ist das Tablet zudem nach IP67 gegen Wasser und Staub geschützt. Laut Apple übersteht es bis zu 30 Minuten in einem Meter Wassertiefe.
Für einen regelrechten Leistungssprung soll der A20 Pro sorgen. Der im 2-Nanometer-Verfahren gefertigte Prozessor bietet laut Apple eine um bis zu 60 Prozent höhere Rechenleistung als der A17 Pro im Vorgängermodell. Bei der Grafikleistung verspricht der iPhone-Riese eine Steigerung auf das bis zu 2,7-Fache.
Besonders stark legt der Chip laut den hauseigenen Tests bei Anwendungen mit künstlicher Intelligenz zu. Hier soll das neue iPad mini bis zu 4,5-mal schneller arbeiten.
Zum Einsatz kommt iPadOS 27 mit der nächsten Generation von Apple Intelligence. Zu den Neuerungen zählen erweiterte Funktionen zur Fotobearbeitung und die Möglichkeit, fotorealistische Bilder mithilfe künstlicher Intelligenz zu erstellen.
Angepasst wurde die Frontkamera. Die 12-Megapixel-Kamera sitzt nun an der längeren Gehäuseseite und ist damit bei Videoanrufen im Querformat mittig positioniert. Auf der Rückseite bleibt es bei 12 MP und 4K-Videoaufnahmen mit bis zu 60 Bildern pro Sekunde.
Für besseren Klang soll das neue "Acoustic Display" sorgen. Dabei sind speziell entwickelte Tieftöner mit dem Bildschirm gekoppelt, während zusätzliche Hochtöner zwischen Glas und Aluminiumgehäuse sitzen. Apple verspricht dadurch kräftigere Bässe und klarere Höhen.
Bei den Funkverbindungen halten WLAN 7 und Bluetooth 6 Einzug. Die Mobilfunkvarianten erhalten Apples C2-Modem, das laut Hersteller bis zu 50 Prozent höhere Datenübertragungsraten als beim Vorgänger ermöglicht.
Das iPad mini ist ab Mittwoch, 28. Oktober, vorbestellbar. Der reguläre Verkauf startet am Freitag, 6. November. Apple bietet das Tablet in den Farben Mitternacht und Polarstern sowie mit 128, 256 oder 512 GB Speicher an.
Das WLAN-Modell kostet ab 749 Euro, die Variante mit Mobilfunkverbindung mindestens 919 Euro. Für die Top-Variante (512 GB, Nanotexturglas, Mobilfunk) will Apple 1.429 Euro.
Kompatibel bleibt das Tablet mit dem Apple Pencil Pro und dem günstigeren Apple Pencil mit USB-C-Anschluss. Beide müssen separat gekauft werden.
Der Apple Pencil Pro kostet 149 Euro, die USB-C-Version 89 Euro. Für die neue Schutzhülle Smart Folio, die in Navyblau und Taupe erhältlich ist, verlangt Apple weitere 89 Euro.