Auch im vergangenen Jahr hatten die heimischen Zollbeamten alle Hände voll zu tun. Insgesamt wurden 2025 6.780.678 Zollabfertigungen im grenzüberschreitenden Güterverkehr durchgeführt. Dabei kam es zu 633.466 Kontrollen.
So konnte der Staat durch diverse Steuern 8,364 Milliarden Euro einnehmen. Laut Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ) leiste der Zoll "eine entscheidende Arbeit für das Budget, aber auch für die Gesundheit der österreichischen Bevölkerung und einen gerechten Wettbewerb für die Unternehmen im Land".
Im Vorjahr konnte die illegale Einfuhr von 55 lebenden Tieren verhindert werden. Zudem wurden 22.078 Stück und 85,66 Kilogramm sonstige Waren aus artengeschützten Tieren und Pflanzen aufgegriffen. Dabei stach vor allem ein Vorfall vom März hervor. Damals wurden am Wiener Flughafen sieben lebende Warane in einem Flieger aus Doha entdeckt.
Auch 392.118 Stück illegal eingeführte Arzneimittel beziehungsweise gefälschte oder verfälschte Arzneiwaren sowie Anabolika konnte man sicherstellen. So wurden am Flughafen Wien Ende Juli 24.936 Potenzpillen aus Delhi in zwei Reisetaschen gefunden. Bereits zuvor wurden im Mai zwei Pakete voll mit Dopingmitteln aus Großbritannien im Postverteilzentrum Wien beschlagnahmt. Dadurch konnte ein Untergrundlabor in Wien aufgedeckt werden.
Im vergangenen Jahr versuchten Schmuggler 447,93 Kilogramm Suchtgift ins Land zu bringen. Den größten Anteil der beschlagnahmten Substanzen stellte Cannabis dar (382,53 Kilogramm). Dahinter folgten psychotrope Substanzen (31,93 Kilogramm), neue psychoaktive Substanzen (23,66 Kilogramm), Kokain (4,92 Kilogramm) und Opiate (1,60 Kilogramm).
Bei den Tabakwaren konnte man 8.814.953 Zigaretten aufgreifen. In manchen Fällen wurden die Nikotinprodukte in Tarnladungen geschmuggelt. So wurden 768.000 Stück Zigaretten zwischen Elektromaterial und Autoteilen aus Dubai sichergestellt. Im Zuge der weiteren Ermittlungen konnten 2.304.000 Zigaretten in Suben und 960.000 Zigaretten am Rastplatz Hochleithen gestoppt werden. Ende Oktober wurden 1.209.000 weitere Zigaretten in einer Tarnladung aus Seoul am Flughafen Wien entdeckt.
Zudem achteten die heimischen Zollbeamten auch auf die Ein- und Ausfuhr von Bargeld. So wurden in 101 Verfahren nicht korrekt angemeldete Geldbeträge im Gesamtwert von 2,99 Millionen Euro festgestellt. Des Weiteren konnte man elf Falschgeldsendungen mit dem Gesamtwert von 9.116.277 Euro identifizieren.
Aber auch bei diversen Produkten wurde 2025 genau hingeschaut. So gerieten im Jänner zwei Container mit 120.000 Kunststoff-Badeenten aus China ins Visier der Zollbeamten. Diese enthielten stark gesundheitsgefährdende Substanzen. Außerdem konnte man 115.850 gefälschte Waren aus dem Verkehr ziehen.
Auch Goldschmugglern konnte der heimische Zoll 2025 das Handwerk legen. So wurden durch Ermittlungen der Zollfahndung 56 Transporte aus der Türkei mit rund 187 Kilogramm Goldschmuck im Wert von rund 8,5 Millionen Euro ausgeforscht.
Diese waren auf mehreren Flügen nach Österreich gebracht und nicht ordnungsgemäß angemeldet worden. Die Ware wurde dann an Juweliere verkauft. In der Causa konnten sechs Personen ausgeforscht und bei der Staatsanwaltschaft angezeigt werden. Vier von ihnen wurden Ende 2025 schuldig gesprochen.