Inseln geschlossen

Beliebtes Urlaubsparadies macht jetzt wochenlang dicht

Sechs Wochen lang ist ein beliebtes Inselparadies vor Koh Samui tabu. Welche Ausflugsziele betroffen sind und was Urlauber wissen müssen.
06.11.2026, 09:37
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Türkisblaues Wasser, weiße Sandstrände und spektakuläre Aussichtspunkte: Der Mu Ko Ang Thong National Marine Park zählt zu den schönsten Ausflugszielen Thailands. Doch ausgerechnet in der Urlaubssaison müssen Touristen jetzt auf das Inselparadies verzichten. Ganze 42 Inseln werden für sechs Wochen gesperrt. Für Urlauber bedeutet das: beliebte Bootsausflüge fallen vorerst ins Wasser.

42 Inseln für Touristen komplett gesperrt

Wie die thailändische Nationalparkbehörde DNP (Department of National Parks, Wildlife and Plant Conservation) mitteilt, bleibt der Meeresnationalpark von 1. November bis einschließlich 15. Dezember geschlossen. Die Wiedereröffnung ist für 16. Dezember geplant. Voraussetzung: Wetter und Wellengang müssen eine sichere Anreise ermöglichen.

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Die Sperre betrifft das gesamte Archipel mit seinen 42 Inseln und einer Meeresfläche von rund 100 Quadratkilometern. Sämtliche touristischen Aktivitäten sind während dieser Zeit untersagt. Besonders bitter für Ausflügler: Auch die bekanntesten Sehenswürdigkeiten sind nicht erreichbar. Dazu zählen der spektakuläre Aussichtspunkt auf Koh Wua Talap und der smaragdgrüne Salzwassersee Talay Nai auf Koh Mae Ko.

Geführte Tagestouren, Bootsausflüge, Schnorchel- und Tauchtouren von Koh Samui und Koh Phangan aus müssen pausieren. Selbst Übernachtungen in Bungalows oder auf Campingplätzen innerhalb des Nationalparks sind verboten.

Monsun macht Ausflüge zu gefährlich

Hinter der Sperre stecken gleich zwei Gründe. Im November und Dezember sorgt der Nordostmonsun im Golf von Thailand regelmäßig für heftige Stürme, starke Regenfälle und hohen Wellengang. Gerade kleinere Ausflugs- und Schnellboote können bei diesen Bedingungen zur Gefahr für Passagiere werden.

Die Behörden wollen mit der Maßnahme aber nicht nur Urlauber schützen. Auch die Natur soll durchatmen können. Korallenriffe, Strände und die Meeresfauna bekommen eine dringend benötigte Erholungspause vom täglichen Touristenansturm.

Zusätzlich nutzen Parkmitarbeiter die besucherfreie Zeit für Reparaturen und Wartungsarbeiten an Stegen, Wanderwegen und anderen Einrichtungen.

Thailand sperrt immer wieder Traumstrände

Saisonale Schließungen sind in Thailand längst Teil der Naturschutzstrategie. Auch andere weltbekannte Urlaubsziele werden regelmäßig für Besucher abgeriegelt. So wird etwa die berühmte Maya Bay auf Ko Phi Phi Leh jedes Jahr für rund zwei Monate geschlossen. Auf den Similan- und Surin-Inseln in der Andamanensee gelten während der Monsunzeit ebenfalls längere Sperren.

Damit sollen empfindliche Ökosysteme geschützt und die Folgen des Massentourismus eingedämmt werden.

Koh Samui bleibt weiterhin geöffnet

Immerhin gibt es für Thailand-Urlauber eine gute Nachricht: Die beliebten Ferieninseln Koh Samui, Koh Phangan und Koh Tao bleiben regulär zugänglich. Hotels, Strände und touristische Angebote auf den bewohnten Hauptinseln sind von der Sperre nicht betroffen.

Wer allerdings einen Tagesausflug in den Ang Thong Nationalpark geplant hat, muss umdisponieren. Erst ab Mitte Dezember könnten die beliebten Touren wieder stattfinden. Ob es tatsächlich am 16. Dezember so weit ist, hängt letztlich von den Wetterbedingungen und der Freigabe durch die Behörden ab.

red, 06.11.2026, 09:37
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