Jetzt ist es raus

Bipa enthüllt: Das passiert mit den 25-Prozent-Pickerln

Bei Billa ist bereits alles anders. Jetzt gibt es auch von Bipa eine klare Ansage zur Zukunft der beliebten 25-Prozent-Pickerln. Was jetzt passiert.
20.10.2026, 12:46
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Gute Nachrichten für Schnäppchenjäger! Während Billa seine bisherigen 25-Prozent-Pickerln auf ein neues System umgestellt hat, hält die Drogeriekette Bipa – ebenfalls Teil von Rewe – an den beliebten Rabattaufklebern fest. Das stellten die beiden Bipa-Geschäftsführerinnen Margit Reisinger und Daniela Reumann sowie Bipa-International-Boss Markus Geyer bei einem Gespräch mit Journalisten in Wien klar. "Da ist derzeit keine Veränderung geplant.“

Die Pickerl würden von den Kunden gut angenommen und sollen deshalb weiterhin angeboten werden. Auch andere Sparmöglichkeiten bleiben bestehen. Dazu zählen 1+1-Aktionen, vergünstigte Einzelprodukte, Großpackungen und spezielle Beauty-Angebote. Zusätzlich setzt Bipa auf sein Programm "Einfach preiswert", bei dem Artikel des täglichen Bedarfs dauerhaft günstig angeboten werden.

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Preise bei Bipa sind sogar gesunken

Beim Thema Preisen gibt es zumindest seitens Bipa Entwarnung. Während die allgemeine Teuerung in Österreich weiterhin schmerzhaft spürbar ist, wurden Produkte bei der Billa-Schwester unterm Strich günstiger. 2025 lag die Preisentwicklung bei minus 1 Prozent, 2026 waren es bis Ende September minus 0,6 Prozent.

"Wir investieren stark in den Bereich", betonte Margit Reisinger. Rund drei Viertel der Bipa-Kunden würden stark oder sehr stark auf den Preis achten. Etwa die Hälfte nutze gezielt Angebote, Sonderaktionen und Preisvergleiche.

100 neue Beauty-Produkte kommen ins Regal

Auch beim Sortiment gibt Bipa richtig Gas. Besonders stark ausgebaut werden die Eigenmarken. Insgesamt führt der Drogeriehändler rund 1.500 Eigenmarkenartikel unter elf verschiedenen Marken – das entspricht 10 Prozent des Filialsortiments.

Die größte Neuerung betrifft die Kosmetiklinie Look by Bipa. Bis Jahresende kommen rund 100 neue Produkte dazu. Damit wächst das Sortiment von bisher 350 auf 450 Artikel.

Darunter befinden sich Lippenpflegeprodukte mit Peptiden, Wimperntuschen, künstliche Nägel zum Aufkleben und Nagelfolien. Auch ausgefallene Duftvarianten, etwa Lippenpflege mit Schokoladenaroma, sollen neue Kundinnen ansprechen.

Gleichzeitig erhalten die Look by Bipa-Produkte neue Verkaufstheken. Diese werden in den österreichischen Filialen sowie international ausgerollt. Die Investition dafür liegt laut Bipa im siebenstelligen Bereich.

Mehr Produkte rund ums Thema Gesundheit

Ein weiterer Schwerpunkt ist das Thema Gesundheit. Die Eigenmarke Bi life wird auf rund 100 Produkte ausgebaut. Angeboten werden unter anderem Vitamine, Nahrungsergänzungsmittel und Produkte für Fitness und Darmgesundheit. Insgesamt umfasst das Bipa-Gesundheitssortiment mehr als 400 Artikel verschiedener Marken.

Auch die Baby-Eigenmarke Babywell wächst international. Die rund 50 Produkte werden mittlerweile in allen elf Ländern der Rewe-Gruppe angeboten.

Bipa führt jetzt Selbstbedienungskassen ein

Eine weitere Veränderung erwartet Kunden an der Kassa. Bipa setzt künftig verstärkt auf Selbstbedienungskassen. Derzeit gibt es diese in drei österreichischen Filialen. Bis Ende 2026 sollen zwei weitere Standorte dazukommen. Bei künftigen Neueröffnungen und Umbauten wird zudem geprüft, ob der Einsatz solcher Kassen sinnvoll ist.

Laut Bipa-Chef Markus Geyer nutzen an entsprechend ausgestatteten Standorten bereits rund 20 Prozent der Kunden die Selbstbedienungskassen. Einen Personalabbau soll das allerdings nicht bedeuten. Die frei werdende Zeit wolle man stattdessen für die persönliche Beratung einsetzen, etwa bei Kosmetik- und Gesundheitsprodukten.

Bipa zieht bei Billa Plus ein

Gleichzeitig wird die Zusammenarbeit innerhalb des Rewe-Konzerns weiter verstärkt. Konkret baut Billa Plus an ausgewählten Standorten eigene Beauty-Abteilungen auf. Bipa stellt dafür Eigenmarken, das Wissen über Sortimente und Ladengestaltung zur Verfügung. Auch die Schulung der Mitarbeiter wird unterstützt.

Für Bipa eröffnen sich dadurch zusätzliche Verkaufsmöglichkeiten. Welche Billa-Plus-Standorte künftig eigene Beauty-Bereiche erhalten, soll individuell entschieden werden. Aktuell sind es jedenfalls drei – inklusive des neuen Billa Plus in Stockerau (NÖ).

Kette wächst auch außerhalb Österreichs

Wirtschaftlich zeigt sich die Geschäftsführung mit der Entwicklung zufrieden. In Österreich betreibt Bipa rund 570 Filialen und begrüßt nach eigenen Angaben etwa eine Million Kunden pro Woche.

Seit 2021 ist der österreichische Umsatz um knapp 25 Prozent gestiegen. Das Wachstum sei in erster Linie durch mehr Kunden und zusätzliche Verkaufsflächen zustande gekommen und nicht durch Preiserhöhungen, betonte Geyer.

Auch international läuft das Geschäft. In Kroatien ist der Umsatz seit 2021 um mehr als 70 Prozent gewachsen. Noch 2026 soll dort die 150. Filiale eröffnen. In Rumänien, wo Bipa erst am 22. Jänner 2026 an den Start gegangen ist, gibt es mittlerweile elf Standorte. Bis Jahresende sollen es 18 werden.

Insgesamt erwirtschaftete Bipa in allen drei Ländern im vergangenen Jahr einen Umsatz von knapp 1,2 Milliarden Euro.

Mehr als 100 Millionen Euro für neue Filialen

Für die kommenden Jahre hat der Drogeriehändler große Investitionspläne. Allein 2026 werden rund 30 Millionen Euro investiert.

Von 2027 bis 2029 sollen konzernweit mehr als 100 Millionen Euro dazukommen. Etwas mehr als ein Drittel davon ist für Österreich vorgesehen, ebenfalls etwas mehr als ein Drittel für Rumänien. Der Rest fließt nach Kroatien.

In Österreich investiert Bipa 2026 rund 10 Millionen Euro in zehn neue Filialen. Zusätzlich werden drei bestehende Standorte erweitert. 2027 sind erneut 10 Millionen Euro vorgesehen. Damit sollen zwölf neue Geschäfte entstehen und drei weitere Filialen vergrößert werden.

Kleine Filialen werden gegen größere getauscht

Trotz der vielen Neubauten dürfte sich die Gesamtzahl der österreichischen Bipa-Filialen langfristig nur wenig verändern. Stattdessen will das Unternehmen vor allem bei der Verkaufsfläche zulegen.

Kleinere Geschäfte sollen künftig teilweise durch größere Standorte ersetzt werden. Auch bestehende Filialen werden erweitert und modernisiert.

"Unser Ziel ist ja, größere Verkaufsflächen zu bekommen", erklärte Geschäftsführerin Daniela Reumann. Hintergrund sei das wachsende Sortiment, für das in kleineren Filialen oftmals nicht genügend Platz vorhanden ist.

Derzeit verfügt Bipa in Österreich über mehr als 176.000 Quadratmeter Verkaufsfläche. Etwa 45 Prozent der Geschäfte wurden bereits auf das neue, moderne Filialkonzept umgestellt. Besonders interessant sind für Bipa weiterhin Standorte in Einkaufs- und Fachmarktzentren sowie in neu entstehenden Stadtvierteln.

tmw, 20.10.2026, 12:46
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