Im Herbst stand fest: Das Ende der Unimarkt-Kette mit der Zentrale in Traun (Bez. Linz-Land) ist besiegelt. Der Lebensmittelhändler kam nicht mehr aus den roten Zahlen, die Misere traf 620 Mitarbeiter.
Mitte Dezember wurde bekannt: Acht Filialen machen für immer dicht. Vier davon befanden sich in Oberösterreich: in Altheim (Bez. Braunau), Peuerbach (Bez. Grieskirchen), Vöcklamarkt, (Bez. Vöcklabruck) und Linz. Außerdem auf der Schließungsliste: drei steirische Standorte und einer in Niederösterreich.
Jetzt wird es in Wilhering (rund 6.000 Einwohner; Bez. Linz-Land) ernst: Die Leitung der Unimarkt-Niederlassung hat Ortschefin Christina Mühlböck-Oppolzer (SPÖ) über die Schließung mit Ende Jänner informiert. "Bis zuletzt wurde gehofft, dass es zu einer Übernahme kommt. Leider ohne Erfolg."
Die Beschäftigten hätten über viele Jahre mit großen Engagement gearbeitet. "Gerade deshalb ist der Verlust für unsere Gemeinde sehr schmerzlich", so die Politikerin. Das Geschäft habe stets auf regionale Produkte gesetzt und damit einen wichtigen Beitrag zur Vielfalt und Nahversorgung geleistet.
Doppelt bitter: Mit dem Zusperren des Supermarktes verliert Wilhering auch seinen Postpartner. Es gebe bereits Gespräche über eine Alternative, ist Mühlböck-Oppolzer um Beruhigung bemüht.
Die Bürgermeisterin kryptisch weiter: Sie könne im Moment noch keine weiteren Details nennen. "Wir hoffen aber alle auf eine gute Lösung."