Es war eine beispiellose Drohserie: Binnen drei Tagen erhielten über 50 Schulen in ganz Österreich Bombendrohungen – betroffen waren Standorte in Wien, Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg, der Steiermark und dem Burgenland. Das Innenministerium bestätigte nun länderübergreifende Ermittlungen, auch Deutschland ist betroffen.
Ein möglicher Hintergrund: sogenanntes "Swatting". Dabei werden mit erfundenen Bedrohungen Großeinsätze der Polizei provoziert. Der Begriff stammt von US-Spezialeinheiten, den SWAT-Teams. Auch in Bayern gab es jüngst vergleichbare Fälle – die Ermittlungen prüfen nun einen möglichen Zusammenhang.
Besonders brisant: Die Ermittler untersuchen aktuell auch, ob die Drohschreiben von einer Künstlichen Intelligenz erstellt wurden. Außerdem heißt es nun, dass es Hinweise auf eine internationale Tätergruppe gebe.
Das Landeskriminalamt Niederösterreich ist mit der Spurensuche betraut. Sprecher Johann Baumschlager warnt: "Das sind gefährliche Drohungen. Bei einer Verurteilung drohen bis zu drei Jahre Haft." In keinem Fall wurde Sprengstoff gefunden.
Alleine in Oberösterreich waren 12 Schulstandorte betroffen. Die Polizei evakuierte einige der Gebäude, durchsuchte sie. Es waren Hunderte Schüler quer durch das ganze Bundesland betroffen.