Wer in den kommenden Wochen mit dem Zug über den Brenner reisen möchte, muss sich auf längere Fahrzeiten und Ersatzbusse einstellen.
Die ÖBB starten ab Samstag (18. Juli) ein umfangreiches Bauprogramm auf der Brennerstrecke. Grund dafür sind die Beseitigung von Frostschäden sowie Arbeiten an den Gleisanlagen. Betroffen sind sowohl der Regional- als auch der Fernverkehr.
In der ersten Bauphase wird der Abschnitt zwischen Gries am Brenner und dem Brennerpass erneuert. Weil gleichzeitig auch auf italienischer Seite gearbeitet wird, können Regionalzüge den Bahnhof Brennero/Brenner nicht anfahren.
Fahrgäste müssen daher zwischen Steinach in Tirol und dem Brennerpass auf einen Schienenersatzverkehr mit Bussen umsteigen.
Ab Donnerstag, 23. Juli, weiten die ÖBB die Bauarbeiten auf die gesamte Brennerstrecke zwischen Innsbruck Hauptbahnhof und dem Brennerpass aus. Dann verkehren Ersatzbusse auf der gesamten Strecke bis zum Bahnhof Brennero/Brenner.
Auch auf italienischer Seite bleibt der Zugverkehr eingeschränkt: Zwischen Brenner und Brixen fahren ebenfalls Ersatzbusse. Die Mitnahme von Fahrrädern ist dort nur eingeschränkt möglich. Für Fahrgäste nach St. Jodok wird ein Shuttle mit Kleintaxis eingerichtet.
Besonders betroffen sind auch Reisende Richtung Südtirol. Wegen Bauarbeiten an der Brenner-Südrampe können Fernverkehrszüge zwischen Innsbruck und Bozen bis 1. August nicht verkehren.
Stattdessen richten die ÖBB einen direkten Schienenersatzverkehr mit Bussen zwischen den beiden Landeshauptstädten ein. Fahrräder können in diesen Ersatzbussen allerdings nicht transportiert werden.
Einige Fernverkehrszüge nehmen während der Bauarbeiten eine völlig andere Route. Die Railjets RJ 80, RJ 81 und RJ 1281 werden ab beziehungsweise bis Wörgl über die Tauernstrecke und Tarvisio umgeleitet.
Dadurch entfallen Halte unter anderem in Jenbach, Innsbruck, Brenner, Franzensfeste, Brixen, Bozen, Trient, Rovereto, Verona, Vicenza und Padua.
Die ÖBB empfehlen allen Reisenden, sich vor Fahrtantritt über die elektronische Fahrplanauskunft über ihre Verbindung zu informieren. Während der Bauarbeiten kann es zu geänderten Fahrzeiten, längeren Reisezeiten und zusätzlichen Umstiegen kommen. Zudem weisen die ÖBB darauf hin, dass auf den gesperrten Strecken jederzeit Bauzüge unterwegs sein können.