Ob Kletterseile, Lawinenausrüstung, Bergschuhe oder wetterfeste Jacken – Mammut gehört zu den weltweit bekanntesten Bergsportmarken. Gegründet wurde das Schweizer Traditionsunternehmen 1862 in Dintikon im Kanton Aargau. Heute ist die Marke in rund 51 Ländern vertreten und beschäftigt etwa 900 Mitarbeiter.
Jetzt steht der nächste Eigentümerwechsel bevor. Das chinesische Investmentunternehmen CPE hat eine Vereinbarung zur Übernahme von Mammut vom bisherigen Eigentümer Jacobs Capital unterzeichnet. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.
Jacobs Capital, eine Investmentgesellschaft der Schweizer Unternehmerfamilie Jacobs, war 2021 bei Mammut eingestiegen. Seither entwickelte sich das Geschäft nach Angaben der Marke höchst positiv: Der Umsatz wuchs jährlich zweistellig, mehr als die Hälfte der Erlöse wird mittlerweile außerhalb Europas erzielt. Besonders stark legte das Geschäft in wichtigen asiatischen Märkten wie China und Japan zu.
CPE ist weltweit als Investor tätig und verfügt nach eigenen Angaben über Erfahrung beim Ausbau internationaler Marken in China und der Asien-Pazifik-Region. Für Mammut sieht der neue Eigentümer vor allem weiteres Potenzial in Asien und Nordamerika.
Für Kunden und Mitarbeiter soll sich durch den Eigentümerwechsel vorerst nichts ändern. Der Hauptsitz bleibt in Seon/Lenzburg in der Schweiz. Auch die Bereiche Innovation, Design und Entwicklung sowie CEO Heiko Schäfer und das bestehende Führungsteam sollen an Bord bleiben.
Laut Schäfer sei Mammut heute finanziell und operativ stärker aufgestellt als noch vor einigen Jahren. Mit CPE sehe man Chancen, die internationale Präsenz weiter auszubauen. Zugleich betont er, dass die Schweizer Wurzeln sowie die Identität von Mammut erhalten bleiben sollen.