Tierisches Sorgenkind

Deshalb muss Esel-Omi Adidas-Socken tragen

Nach dem Aufenthalt in der Vetmed-Uni ist Eseldame "Mary" wieder zurück am Assisi-Hof in Stockerau - doch ein kleines Detail sticht ins Auge.
14.04.2026, 12:37
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Mit ihren 20 Jahren hätte sich die Esel-Omi "Mary" eigentlich einen wunderbaren Lebensabend verdient gehabt, aber nö - agrat zum Frühlingsbeginn konnte das sonst so robuste Lastentier plötzlich nicht mehr richtig auftreten und schien Schmerzen zu haben. Auf der Veterinärmedizinischen Universität dann die ernüchternde Diagnose: "White Line Disease".

„Mary begann plötzlich stark zu lahmen. Ihre Schritte wurden unsicher und waren sichtbar schmerzhaft. Selbst kurze Wege zum Futtertrog wurden für sie zur großen Belastung.“
Alfred KoflerLeiter der Tierpflege, Assisi-Hof

Keine normale Alterserscheinung

Die Krankheit ist richtig tückisch und eine Ausheilung sehr langwierig. "Dabei dringen Keime in das Hufhorn ein und zerstören es von innen. Es entstehen Hohlräume, das Horn verliert seine Stabilität und bricht. Jeder Schritt wird zur Qual", erklärt Alfred Kofler besorgt.

Die sogenannte "White Line Disease" wird leider oftmals unterschätzt.
©ÖTV

Mittlerweile ist "Mary" nach ihrem stationären Aufenthalt, wo große Teile des erkrankten Hufes entfernt werden mussten, wieder in ihrem Zuhause am Assisi-Hof in Stockerau und wurde schon sehnsüchtig von ihren Esel-Kumpels Aristoteles, Sokrates und Mädi erwartet. Ein umfassender Therapieplan muss von der betagten Esel-Omi jetzt trotzdem täglich erfüllt werden, damit ihre Hufe wieder die alte Kraft zurückgewinnen.

Orthopädische Patscherl und Adidas Socken!

Die Pflege bleibt weiterhin intensiv: "Mary trägt spezielle orthopädische Hufschuhe mit schützenden Socken, die ihre empfindlichen Hufe entlasten", erklärt Kofler. Täglich werden ihre Hufe gereinigt und medizinisch versorgt, während sie hochwertiges Spezialfutter mit wichtigen Mineralstoffen erhält, um das Nachwachsen eines gesunden Hufhorns zu fördern. Sogar das Eselsgehege wurde weitgehend an die Dame angepasst.

„Der Boden im Gehege soll die Belastung für Mary so gering wie möglich halten.“
Wochenlang musste "Mary" auf der Vetmed Wien dicke Verbände tragen.
©ÖTV

Man konnte sich zwar schon über ein paar Fortschritte freuen, doch bis zur vollständigen Genesung ist es noch ein langer Weg, mit regelmäßigen Kontrollen, orthopädischen Hilfsmitteln und gezielter Nährstoffversorgung. Solche Therapien reizen das Budget des Tierschutzhofes natürlich ordentlich aus, weshalb man hier Freunde des Österreichischen Tierschutzvereins um Unterstützung für "Mary" bittet.

Mit einem KLICK kannst auch du der kuscheligen Esel-Omi einen schmerzfreien Lebensabend ermöglichen. DANKE!

"Mary ist eine Kämpferin. Sie zeigt jeden Tag, wie stark ihr Lebenswille ist. Jetzt liegt es an uns, ihr die bestmögliche Unterstützung zu geben", betont Hofleiterin Stephanie Lang.

{title && {title} } tine,red, {title && {title} } Akt. 14.04.2026, 13:51, 14.04.2026, 12:37
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