Wenn der Hals kratzt und der Hustenreiz immer wieder kommt, greifen viele schnell zu Hustensaft oder Kombipräparaten. Dabei stehen in zahlreichen Küchen Zutaten, die schon unsere Großmütter gegen Erkältungsbeschwerden eingesetzt haben.
Doch was können Zwiebel, Honig und Co. tatsächlich? Einige Hausmittel können vor allem dabei helfen, gereizte Schleimhäute zu beruhigen und Beschwerden angenehmer zu machen. Eine Erkältung selbst lässt sich damit allerdings nicht einfach "wegzaubern".
Die Zwiebel gehört zu den bekanntesten Hausmitteln bei Husten. Für einen einfachen Zwiebeltee wird eine mittelgroße Zwiebel geschält, grob geschnitten und mit rund 250 Millilitern Wasser aufgekocht. Nach fünf bis zehn Minuten wird der Sud abgeseiht. Wer den Geschmack abmildern möchte, kann den Tee nach dem Abkühlen mit etwas Honig verfeinern. Auch ein Spritzer Zitrone sorgt für eine angenehmere Note.
Eine andere Variante ist der klassische Zwiebelsaft: Fein geschnittene Zwiebel wird mit Honig vermischt und einige Stunden stehen gelassen. Dabei entsteht ein süßer Zwiebelsaft, von dem kleine Mengen über den Tag verteilt eingenommen werden können.
Honig ist nicht nur süß, sondern kann bei Husten insbesondere am Abend wohltuend sein. Ein Teelöffel Honig pur oder in einem lauwarmen Getränk kann den gereizten Hals beruhigen. Wichtig: Honig ist für Kinder unter einem Jahr tabu, weil er unter Umständen Sporen von Clostridium botulinum enthalten kann.
Auch schwarzer Rettich hat einen festen Platz in der traditionellen Hausmittelküche. Dafür wird der Rettich ausgehöhlt und mit Honig oder Zucker gefüllt. Nach einiger Zeit bildet sich ein süßer Saft, der löffelweise eingenommen werden kann.
Obwohl solche Zubereitungen traditionell gegen Husten verwendet werden, sollte man sie eher als unterstützende Maßnahme sehen – nicht als Ersatz für eine medizinische Behandlung.
Bei einem Infekt muss es nicht immer ein ausgefallenes Rezept sein. Ausreichend zu trinken kann dabei helfen, einen trockenen Hals angenehm feucht zu halten. Warme Getränke werden von vielen Menschen bei Erkältungen als wohltuend empfunden.
Auch ein warmes Getränk vor dem Schlafengehen kann angenehmer sein als trockene Heizungsluft. Regelmäßiges Lüften und eine nicht zu trockene Raumluft können zusätzlich für mehr Komfort sorgen.
Hausmittel können Beschwerden begleiten, ersetzen aber keine ärztliche Abklärung, wenn die Symptome ungewöhnlich stark sind oder sich verschlimmern. Bei Atemnot, starken Brustschmerzen, anhaltend hohem Fieber oder deutlicher Verschlechterung sollte medizinischer Rat eingeholt werden.
Und noch etwas gilt: Eine gewöhnliche Erkältung braucht meist Zeit. Omas Rezepte können den Hustenreiz möglicherweise angenehmer machen – eine Garantie, dass der Infekt damit sofort verschwindet, gibt es nicht.