Genuss-Frage

Rot, gelb oder weiß? Diese Zwiebel ist die gesündeste

Ob rot, gelb oder weiß – für viele ist die Farbe beim Zwiebelkauf reine Geschmackssache. Eine Sorte könnte aber gesundheitlich einen Vorsprung haben.
Heute Life
22.09.2026, 09:08
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Ob im Gulasch, Salat oder auf dem Burger: Ohne Zwiebeln würde in vielen Küchen etwas Entscheidendes fehlen. Doch spätestens vor dem Gemüseregal stellt sich die Frage: Rot, gelb oder weiß – macht die Farbe eigentlich einen Unterschied?

Geschmacklich definitiv. Doch auch bei den Inhaltsstoffen sind die Knollen nicht völlig gleich. Und tatsächlich gibt es Hinweise darauf, dass eine Zwiebel gesundheitlich einen kleinen Vorsprung haben könnte.

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Jede Farbe hat ihren eigenen Geschmack

Die klassische gelbe Zwiebel ist ein echter Allrounder: Sie schmeckt kräftig, aromatisch und leicht süßlich und eignet sich besonders für Suppen, Eintöpfe und Schmorgerichte. Deutlich milder präsentiert sich die weiße Zwiebel: Ihr feines Aroma macht sie unter anderem für helle Saucen interessant. Während sie bei uns etwas seltener ins Einkaufswagerl landet, wird sie in Südeuropa häufiger verwendet.

Rote Zwiebeln wiederum fallen schon optisch auf: Sie schmecken würzig und leicht süßlich, aber meist weniger intensiv als ihre gelben Verwandten. Deshalb machen sie sich besonders gut roh in Salaten oder Bowls.

Das steckt alles in einer Zwiebel

Egal, welche Farbe du bevorzugst: Zwiebeln liefern eine ganze Reihe wertvoller Inhaltsstoffe. In ihnen stecken unter anderem Kalium, Folsäure, Vitamin B3 und Vitamin C. Besonders interessant sind aber ihre sekundären Pflanzenstoffe sowie Schwefelverbindungen. Letztere sind übrigens auch dafür verantwortlich, dass Zwiebeln ihren unverkennbaren Geruch entwickeln.

Zu den sekundären Pflanzenstoffen zählen Flavonoide: Nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Ernährung werden diese unter anderem mit antioxidativen und entzündungshemmenden Eigenschaften in Verbindung gebracht.

Welche Zwiebel hat die Nase vorn?

Hier wird es spannend: Rote Zwiebeln enthalten besonders viele Anthocyane und Quercetin, die zur Gruppe der Flavonoide gehören. Das könnte ihnen gegenüber ihren helleren Verwandten einen gewissen Vorteil verschaffen.

Eine kanadische Laborstudie untersuchte etwa verschiedene Zwiebelsorten und deren Wirkung auf Darmkrebszellen. Dabei zeigte die Sorte mit einem besonders hohen Quercetin-Gehalt die stärkste Wirkung auf die untersuchten Krebszellen. Das bedeutet allerdings ausdrücklich nicht, dass rote Zwiebeln Krebs verhindern oder behandeln können. Ergebnisse aus Zellversuchen lassen sich nicht einfach auf Menschen übertragen.

Einen klaren Sieger gibt es nicht

Auch Ernährungsexpertin Daniela Krehl von der Verbraucherzentrale Bayern weist gegenüber dem Bayerischen Rundfunk darauf hin, dass ihr keine Studien bekannt seien, die verschiedene Zwiebelarten umfassend hinsichtlich ihres Gesundheitswertes verglichen hätten. Angesichts Tausender Inhaltsstoffe sei ein solcher Vergleich zudem schwierig.

Die rote Zwiebel könnte aufgrund ihres hohen Gehalts an bestimmten Pflanzenstoffen also einen kleinen Vorsprung haben. Zur vermeintlichen "Super-Zwiebel" macht sie das aber noch lange nicht.

red,22.09.2026, 09:08
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