Feta gehört für viele zum Salat einfach dazu: Packung auf, Käse herausnehmen und die salzige Flüssigkeit landet ganz selbstverständlich im Spülbecken. Schließlich sieht sie nicht gerade danach aus, als könnte man sie noch gebrauchen. Aber ist das Feta-Wasser wirklich nur ein lästiger Rest?
Echter griechischer Feta reift mindestens zwei Monate in der Salzlake und erhält dadurch einen Teil seines typischen Geschmacks und seiner charakteristischen Konsistenz. Das Wasser erfüllt dabei gleich mehrere Aufgaben: Sie schützt den Käse vor dem Austrocknen, trägt zu seinem salzig-würzigen Aroma bei und macht ihn länger haltbar.
Übrigens darf sich nicht jeder weiße Käse in Salzlake "Feta" nennen. Die Bezeichnung ist geschützt. Echter Feta wird in Griechenland aus Schafsmilch hergestellt, wobei bis zu 30 Prozent Ziegenmilch enthalten sein dürfen.
Bleibt nach dem Essen noch etwas Feta übrig, solltest du vor allem eines nicht machen: die Flüssigkeit vorher wegschütten. Gib den restlichen Käse gemeinsam mit der Lake in ein sauberes, verschließbares Gefäß und stelle ihn wieder in den Kühlschrank.
So trocknet der Feta nicht so schnell aus und behält länger seine typische Konsistenz. Die Lake erfüllt damit auch nach dem Öffnen der Packung noch einen praktischen Zweck. Doch selbst wenn das komplette Stück Käse auf deinem Teller landet, muss das Feta-Wasser nicht automatisch in den Abfluss.
Die Flüssigkeit besteht hauptsächlich aus Wasser und Salz und kann zusätzlich Geschmack vom Käse angenommen haben. Das macht sie zu einer interessanten Zutat beim Kochen.
Kleine Mengen lassen sich beispielsweise zum Abschmecken von Salatdressings, Saucen oder mediterranen Gerichten verwenden. Auch Marinaden kann die Lake eine salzig-würzige Note verleihen. Dabei solltest du allerdings vorsichtig dosieren: Feta-Lake enthält reichlich Salz – zusätzliches Nachsalzen ist deshalb womöglich gar nicht mehr nötig.