Fauler Verdacht

Tomate hat braune Flecken – kann man sie noch essen?

Eigentlich sieht die Tomate noch gut aus. Doch ein brauner Fleck sorgt schnell für Zweifel: essen oder entsorgen? Worauf du achten musst.
Heute Life
10.09.2026, 21:40
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Die Tomate sieht eigentlich noch knackig aus – wäre da nicht plötzlich dieser braune Fleck. Wegschneiden und ab in den Salat oder lieber gleich entsorgen? Die Antwort hängt davon ab, was hinter der Verfärbung steckt.

Wenn sich die Braunfäule breitmacht

Besonders gefürchtet ist bei selbst angebauten Tomaten die Kraut- und Braunfäule. Verursacht wird sie durch den Erreger Phytophthora infestans, der übrigens auch Kartoffeln befällt. Feuchte Witterung begünstigt die Pflanzenkrankheit. Erste Anzeichen zeigen sich häufig an den Blättern: Die Spitzen verfärben sich braun, später können dunkle Flecken und Streifen an den Stängeln auftauchen.

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Erreicht der Befall die Früchte, entstehen meist feste, gräulich-braune Stellen. Mit der Zeit breitet sich die Fäule weiter aus und die Tomate verdirbt.

Darf die Tomate trotzdem auf den Teller?

Hier kommt es auf die Frucht selbst an. Ist lediglich die Pflanze von Kraut- und Braunfäule betroffen, während einzelne Tomaten noch völlig gesund und unbeschädigt aussehen, können diese grundsätzlich noch gegessen werden.

Anders sieht es bei Früchten aus, die bereits deutliche braune, harte oder faulige Stellen zeigen. Solche Tomaten sollten nicht mehr gegessen werden. Auch von der Idee, eine sichtbar befallene Stelle großzügig herauszuschneiden und den Rest zu verwerten, ist abzuraten. Gesund aussehende Früchte können dagegen vorsorglich geerntet werden. Sind sie noch grün, lassen sich Tomaten auch nach der Ernte an einem geeigneten Ort nachreifen.

Nicht jeder braune Fleck ist Braunfäule

Entscheidend ist allerdings, wo die Verfärbung sitzt. Ein dunkler Fleck auf der Unterseite der Tomate kann auf die sogenannte Blütenendfäule hindeuten. Typisch dafür ist eine zunächst wässrige Stelle am ehemaligen Blütenansatz, die später einsinkt, dunkel wird und verhärtet.

Der Name führt dabei etwas in die Irre: Die Blütenendfäule ist keine ansteckende Pilzkrankheit. Dahinter steckt eine unzureichende Kalziumversorgung der heranwachsenden Frucht, die häufig mit einer gestörten Wasseraufnahme der Pflanze zusammenhängt.

So schützt du deine Tomaten

Bei der Kraut- und Braunfäule ist Vorbeugen besonders wichtig. Tomaten sollten möglichst vor länger anhaltender Blattnässe geschützt werden. Beim Gießen gehört das Wasser deshalb direkt an die Erde und nicht über Blätter und Früchte. Genügend Abstand zwischen den Pflanzen und eine gute Luftzirkulation helfen zusätzlich dabei, dass feuchte Blätter schneller trocknen. Im Gewächshaus sollte regelmäßig gelüftet werden.

Zeigen sich erste verdächtige Stellen, sollten betroffene Pflanzenteile rasch entfernt werden. Ist die Krankheit bereits weit fortgeschritten, empfiehlt es sich, stark befallene Pflanzen komplett zu beseitigen.

red,10.09.2026, 21:40