"Alpbacher Erklärung"

Van der Bellen: "Europa ist die beste Idee der Welt"

Bundespräsident Van der Bellen hat einmal mehr die Werbetrommel für ein gemeinsames Europa gerührt. Anlass diesmal: das Forum Alpbach.
Heute Politik
02.09.2026, 16:30
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Am Mittwoch geht das traditionelle zweitägige Treffen der deutschsprachigen Staatsoberhäupter zu Ende. Gastgeber war heuer Bundespräsident Alexander Van der Bellen in Tirol. Am Dienstag war man unter anderem am Stubaier Gletscher, um die Auswirkungen des Klimawandels "live" zu sehen.

Treffen in Tiroler Bergdorf

Dann ging es weiter ins Tiroler Bergdorf Alpbach zum dortigen Europäischen Forum. Dort gab Van der Bellen dann auch eine "Alpbacher Erklärung zur Gegenwart und Zukunft Europas" ab. In dieser rief er einmal mehr zum Miteinander auf.

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"Heute" hat die wichtigsten Passagen: "Die Europäische Union und ihre befreundeten Nachbarn sind ein Kreis von Staaten, die es seit nunmehr 80 Jahren geschafft haben, miteinander in Frieden zu leben. Statt gegeneinander Kriege zu führen wie zuvor, haben wir uns für Zusammenarbeit entschieden. Und damit für ein Leben in Freiheit und Frieden. So gesehen könnten die Staaten Europas eine Inspiration für alle Staaten der Erde sein. Ein Beispiel dafür, dass man es schaffen kann, friedlich miteinander auszukommen", sagt Van der Bellen zu Beginn.

Projekt des Wohlstands in Gefahr

Europa sei aber auch ein Projekt des Wohlstands. Trotzdem habe man gerade in den vergangenen Jahren erfahren müssen, welche drastischen wirtschaftlichen Folgen Unberechenbarkeit und Chaos haben können.

„Der europäische Zusammenhalt wird getestet.“
Alexander Van der BellenBundespräsident, in seiner "Alpbacher Erklärung zur Gegenwart und Zukunft Europas"

"Ein paar hundert Kilometer von der österreichischen Grenze entfernt herrscht Krieg. Allianzen, die wir lange Zeit für unumstößlich gehalten hatten, existieren in dieser Form nicht mehr. Der europäische Zusammenhalt wird getestet", so Van der Bellen. "Wir tun gut daran, das sehr ernst zu nehmen und uns darauf einzustellen. Wir müssen alles tun, um unabhängiger von der Willkür fremder Regierungen zu werden. Unabhängig in der Energieversorgung, unabhängig in der digitalen Welt. Souverän auch in unserer Verteidigungsfähigkeit."

Einmal mehr erteilte der Bundespräsident dem Nationalismus eine Absage: Unser Europa ist ein lebendes, blühendes Gegenmodell zum rückwärtsgewandten Nationalismus. Es ist wichtig, dass wir weiter an die europäische Idee glauben. Es ist wichtig, dass wir zusammenhalten, und für unser Europa einstehen. Es ist Zeit für einen selbstbewussten Europa-Patriotismus."

Van der Bellen spricht von "Klimanotstand"

Mit Gemeinsamkeit seien alle großen Herausforderungen wie "Klimanotstand" und Energiepolitik, Arbeitslosigkeit und Armut, Krieg und Vertreibung, Gewalt und Terror, Flucht und Migration oder auch die digitale Transformation.

Die Erklärung endet mit einem Appell des Staatsoberhaupts: "Die Länder Europas sind eine starke Gemeinschaft mit allen Voraussetzungen, die Zukunft zu meistern. Lassen Sie uns alles tun, um diese Gemeinschaft zu fördern und zu schützen. Denn Europa ist die beste Idee der Welt."

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