Flüchtlinge in Österreich

Ausländerinnen: Auch zehn Jahre später viele ohne Job

Viele weibliche Flüchtlinge arbeiten Jahre nach ihrer Flucht nach Österreich immer noch nicht. Das zeigen Zahlen des Integrationsfonds.
Heute Politik
02.09.2026, 11:58
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk

Bereits im Juli hatte der Österreichische Integrationsfonds (ÖIF) für Aufsehen gesorgt. Er hat sich die Erwerbstätigenquoten bei Flüchtlingen aus Syrien, Afghanistan und dem Irak angesehen. In dieser Gruppe waren im Schnitt insgesamt 44 Prozent erwerbstätig.

Nur jede vierte Frau aus Syrien und Afghanistan und dem Irak arbeitet

Besonders gering war dabei die Quote von Frauen mit gerade einmal 24 Prozent, während bei den Männern aus diesen Herkunftsländern 56 Prozent einer Beschäftigung nachgingen. Ein völlig anderes Bild zeigt sich bei Menschen mit Migrationshintergrund aus der Türkei und Ex-Jugoslawien. Hier liegt die Erwerbstätigenquote bei 64 bzw. 72 Prozent.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Zehn Jahre nach Flucht immer noch ohne Job

Neue Zahlen des ÖIF, über die zuerst "Die Presse" berichtet hat, zeigen jetzt, dass die Quote bei Frauen aus Afghanistan und Syrien auch Jahre nach ihrer Flucht nach Österreich erschreckend gering ist. So arbeiten geflüchtete Syrerinnen und Afghaninnen auch zehn Jahre später mehrheitlich immer noch nicht.

Nach fünf Jahren im Land arbeiten zwar 50 Prozent der Afghanen und 60 Prozent der Syrer. Bei den Frauen sind es nach fünf Jahren gerade einmal zehn Prozent. Nach neun Jahren wiederum hatten unter Frauen aus Syrien und Afghanistan immer noch erst 36,2 bzw. 37,8 Prozent einen Job. Bei der weiblichen Gesamtbevölkerung liegt diese Quote bei 70,7 Prozent und bei Frauen mit Migrationshintergrund immerhin bei 64,3 Prozent.

Ukrainerinnen integrieren sich viel schneller in den Arbeitsmarkt

Ein spannender Vergleich: Unter weiblichen Kriegsflüchtlingen aus der Ukraine waren bereits zwei Jahre nach ihrer Ankunft in Österreich 35 Prozent erwerbstätig.

Positive Trendwende bei Türkinnen

Erfreulich ist auch die Entwicklung bei Frauen aus der Türkei. 2023 lag deren Erwerbstätigenquote bei 63 Prozent (Menschen mit Migrationshintergrund gesamt: 68,5 Prozent). Bei kürzlich zugewanderten Türkinnen war laut "Presse" ein Jahr später bereits die Hälfte erwerbstätig.

Arbeitsmarkt-Integration bei Afghaninnen geht schneller als bei Syrerinnen

Eine interessante Entwicklung zeigt sich beim Vergleich zwischen afghanischen und syrischen Frauen: Afghaninnen integrieren sich demnach rascher in den Arbeitsmarkt als Syrerinnen. Sie besuchen sogar die AMS-Kurse häufiger als männliche Afghanen.

{title && {title} } pol, {title && {title} } Akt. 02.09.2026, 12:08, 02.09.2026, 11:58