Alte Wetterweisheit

Dieser Tag verrät: So wird das Wetter bis Weihnachten

Sonnenschein, Nebel oder Regen? Der 6. November gilt als Wetter-Orakel für Weihnachten. Was die Prognose für Österreich jetzt verrät.
05.11.2026, 22:30
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Eine alte Bauernregel sorgt jetzt für Spannung: Ausgerechnet ein einziger Novembertag soll verraten, wie das Wetter zu Weihnachten wird. Am 6. November steht der Leonhardi-Tag im Kalender. Seit Generationen hält sich die Überlieferung: "Wie’s Wetter an Lenardi ist, bleibt’s bis Weihnachten gewiss."

Doch was bedeutet das für Österreich? Müssen wir uns auf ein mildes, sonniges Weihnachtsfest einstellen – oder kündigt sich bereits jetzt eine winterliche Überraschung an?

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Leonhardi-Wetter: Das erwartet Österreich

Die Wetterprognose für Freitag, den 6. November 2026, zeigt zunächst ein überwiegend freundliches Bild. In vielen Regionen Österreichs darf man sich nach örtlichem Nebel auf längere sonnige Abschnitte freuen. Besonders im Osten und Süden präsentiert sich das Wetter ruhig und trocken.

Wer war der heilige Leonhard?

Der heilige Leonhard von Limoges lebte im 6. Jahrhundert und gilt als Schutzpatron der Gefangenen, Bauern und Haustiere – insbesondere der Pferde. Sein Gedenktag wird am 6. November begangen.
In Österreich sind rund um diesen Tag vor allem die traditionellen Leonhardifahrten bekannt. Bei diesen Umritten und Prozessionen werden Pferde und Gespanne festlich geschmückt und gesegnet.

In Wien werden beispielsweise rund neun Grad erwartet. Auch in Graz sind laut regionaler Prognose bis zu neun Grad möglich. In Linz liegen die Höchstwerte bei etwa acht Grad. In den Morgenstunden kann es allerdings empfindlich kühl werden: Die Tiefstwerte liegen vielerorts nur knapp über oder sogar unter dem Gefrierpunkt.

Anders präsentiert sich die Situation im Westen: In Vorarlberg halten sich vor allem im Rheintal und im Bodenseeraum teilweise hartnäckige Hochnebelfelder. Im Tagesverlauf ziehen zudem von Westen höhere Wolken auf. In der Nacht auf Samstag ist dort leichter Regen möglich.

Sagt der 6. November tatsächlich Weihnachten voraus?

Wer der traditionellen Bauernregel Glauben schenkt, könnte das überwiegend freundliche und trockene Wetter als gutes Zeichen werten. Demnach müsste sich die ruhige Witterung bis Weihnachten fortsetzen.

Ganz so einfach ist es allerdings nicht. Bauernregeln beruhen auf überlieferten Beobachtungen aus der Landwirtschaft. Sie waren früher eine wichtige Orientierungshilfe, als moderne Wettermodelle und langfristige Messreihen noch nicht zur Verfügung standen.

Eine wissenschaftlich belastbare Verbindung zwischen dem Wetter an einem einzigen Novembertag und der Witterung zu Weihnachten gibt es jedoch nicht. Aus einem sonnigen Leonhardi-Tag lässt sich daher keineswegs ableiten, dass auch der Heilige Abend mild und trocken wird.

Meteorologen bremsen die Weihnachts-Hoffnung

Moderne Wettermodelle können die Entwicklung der Atmosphäre nur für einen begrenzten Zeitraum zuverlässig abschätzen. Je weiter der Prognosezeitraum in die Zukunft reicht, desto größer werden die Unsicherheiten. Besonders konkrete Aussagen über einzelne Tage in mehreren Wochen sind derzeit nicht seriös möglich.

Hinzu kommt der Klimawandel: Veränderte Temperatur- und Niederschlagsmuster können regionale Erfahrungen aus vergangenen Jahrhunderten zunehmend überlagern. Alte Bauernregeln bleiben damit ein interessantes Stück Wettergeschichte, sind aber kein Ersatz für eine meteorologische Prognose.

red, 05.11.2026, 22:30
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